Social Media ist der Teil des Internets, der durch Kommunikation und Interaktion bestimmt ist. Social Media umfasst also soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook, aber auch Mitmach-Plattformen wie YouTube, bei denen Nutzer Bewertungen und Kommentare abgeben können. Social Media Monitoring ist nichts anders als die systematisch Überwachung der Social Media Netzangebote, damit ich erkennen kann, wie mein Name, mein Unternehmen und meine Marken im Internet angenommen werden.

Immer mehr Firmen und Freiberufler benötigen das Social Media Monitoring, weil sie wissen müssen, was ihre Zielgruppe denkt, wo sich ihre Kunden und Interessenten aufhalten und wie diese mit ihren Beiträgen auf die Reputation des eigenen Unternehmens einwirken.

Keywords beim Social Media Monitoring

Social Media Monitoring kann auf Deutsch mit „soziale Medien-Beobachtung“ übersetzt werden. Immer dann, wenn Medien wie Internetseiten oder Kommunikationsnetzwerke beobachtet werden sollen, spielt dieser Begriff eine wichtige Rolle. Für mich und mein Unternehmen ist es wichtig, wie meine Resonanz im sozialen Netz ist und was andere über mich, mein Unternehmen und meine Angebote zu sagen haben.

Daher muss ich zunächst die Begriffe oder Keywords bestimmen, die für mein Social Media Monitoring wichtig sind. Diese Keywords sind auf oberster Unternehmensebene zu bestimmen und in alle Bereiche des Unternehmens zu kommunizieren, damit Social Media Monitoring auf eine gute Basis gestellt ist.

Solche Keywords können sein:

  • die Begriffe oder Namen des Unternehmens
  • die Produkte oder Angebote, die das Unternehmen bietet
  • den Namen der wichtigsten Personen, insbesondere den Namen des Geschäftsführers oder sonstiger Verantwortlicher, die in der Öffentlichkeit agieren
  • das Umfeld des Unternehmens (z.B. Branche, Region oder Konkurrenzanbieter).

Diese Keywords sind wichtig, damit das Social Media Monitoring funktioniert. Denn Social Media Monitoring benötigt Orientierungsgrößen, um die Vielfalt der Welt auf relevante Daten reduzieren zu können.

Tools beim Social Media Monitoring

Auf Grund der Vielzahl der Angebote ist es nicht einfach, hier den Überblick über alle Social Media Angebote zu behalten. Deshalb gibt es für Social Media Monitoring eine Vielzahl von Tools, von denen einige sehr wirksame auch kostenlos eingesetzt werden können. Ein Beispiel für ein kostenloses Tool für Social Media Monitoring sind Google Alerts.

Mit den Google Alerts bekommt man recht schnell mit, welche Suchresultate vorne beim Suchmaschinen-Markführer stehen, wenn Suchbegriffe eingegeben werden, die für mein Unternehmen und mich von Interessen sind. Dieses Social Media Monitoring muss durch entsprechende Tools bei sozialen Netzwerken und in der Welt der Blogs ergänzt werden.

Social Media Monitoring geht über herkömmliches Web-Monitoring hinaus, weil die kommunikative Seite von Webseiten stärker beachtet wird. Es geht beim Social Media Monitoring speziell um den Content, den Benutzer freiwillig auf diversen Webseiten erstellen. So sind die Buchrezensionen beim Versandbuchhändler Amazon inzwischen für viele Autoren relevanter als die offiziellen Besprechungen in den bekannten Printmedien.

Ebenfalls ein Tool, das kostenlos eingesetzt werden kann ist https://www.socialmention.com/. Hier hat man den Vorteil, dass sehr viel differenzierter nach Ergebnissen im Netz gesucht werden kann. Von Vorteil für das Social Media Monitoring ist die Bereitstellung aktualisierter Info über RSS-Feeds, die mit einem RSS-Reader wie Google Reader leicht erfasst werden können. Auch andere Dienste, die man kostenlos im Web für das Social Media Monitoring abonnieren kann, werden mit RSS-Feeds angeboten. Damit kann man dann den RSS-Reader sehr einfach zu einem Social Media Dashboard ausbauen.

Zunehmende Relevanz von Social Media Monitoring

Auf einer Vielzahl von Webforen, Blogs, in sozialen Netzwerken, auf Content-Verbreitungsplattformen wie YouTube und Flickr tauschen sich Nutzer aus und befragen sich, wenn es um die Anschaffung von Waren oder die Bestellung von Dienstleistungen geht. In den unteren Altersgruppen ist fast jeder in mehreren Social Media Plattformen aktiv und verwendet viel Zeit zur Interaktion und Kommunikation. Aber auch ältere Internet-Nutzer haben die Scheu den vor Mitmach-Potentialen des neuen Internets überwunden und beteiligen sich zunehmend stärker am neuen interaktiven Web 2.0.

Wenn es um Kaufentscheidungen geht, dann ist heute das Internet ganz allgemein die erste Recherche-Möglichkeit, die gern genutzt wird, um zu einer Entscheidung zu kommen. Dann sind es oft Social Media Informationen, die den Ausschlag geben.

Methoden beim Social Media Monitoring

Die Fülle der Informationen, die über Social Media Monitoring jeden Tag hereinkommt, muss systematisch aufbereitet werden. Hierzu kann man als großes Unternehmen Agenturen einsetzen. Kleine Unternehmen und Freiberufler müssen sich hingegen ihr Social Media Dashboard selbst zusammenstellen.

Dabei ist zunächst darauf zu achten, dass man unterschiedliche Kommunikationen hinsichtlich ihrer Relevanz einschätzen lernt. Denn eine Diskussion auf Facebook, mit der sich nur wenige Leute beschäftigen, kann selten eine stärkere Resonanz entfalten. Schon anders sind Berichte, die in bekannten Medien und Blog aufgegriffen werden.

Geht es nur um die Tendenz der Aussagen, dann ist die positive, negative oder neutrale Stellungnahme einzuschätzen. Das Tool Social Mention, das weiter oben verlinkt wurde, liefert diese und weitere Einschätzungen um die Tonalität der Beiträge für die eigenen Keywords beurteilen zu können.

Kennzahlen beim Social Media Monitoring

Das man mit Kennzahlen (Key Performance Indikatoren – KPIs) Erfolgsgrößen bestimmt, ist ein typisches Kennzeichen betriebswirtschaftlicher Vorgehensweise. Beim Social Media Monitoring ist es aber nicht einfach, gute Kennzahlen zu bestimmen, denn es kommt oft nicht auf die Quantität sondern auf die Qualität von Ergebnissen an. Trotzdem gibt es einige Möglichkeiten, um Social Media Monitoring auch quantitativ zu betreiben:

  • Anzahl der durch Suchmaschinen oder Tools gefundenen Beiträge, die eines der relevanten Keywords enthalten, die zu Beginn des Social Media Monitoring definiert wurden
  • Anzahl der Kontakt-Personen, die über Social Media Angebote mit dem Unternehmen in Berührung gekommen sind (also z.B. Anzahl der Fans auf Facebook)
  • Überwiegende Tonalität von Beiträgen, die sich auf Keywords des eigenen Unternehmens beziehen
  • Demografische Infos zu den Beiträgen bzw. ihren Verfassern, soweit diese bestimmbar sind und Vergleich mit den Infos, die man über Kunden und Interessenten bestimmt hat bzw. anstrebt.

Fazit: Social Media Monitoring umfassend praktizieren

Durch eigene Beiträge kann man die Diskussion im Netz und deren Tonalität beeinflussen, um hier zu einem besseren Ergebnis beim Social Media Monitoring kommen. Dabei ist es aber wichtig, dass man offen und ehrlich seine Position verdeutlicht und nicht in einer Tarnkappe auftritt. Denn das kann auffallen und die Reputation beeinträchtigen. Gutes Social Media Monitoring ist also auf umfassende Weise zu praktizieren.

 

 

 

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