Ab sofort: KI-Inhalte müssen gekennzeichnet werden, wenn …

… man sie öffentlich macht und dies als mit einem „beruflichen“ Interesse eingeordnet werden kann. Sie verstehen nur Bahnhof, dann lesen Sie weiter und erleben Sie einen ersten Einstieg in die wunderbare Welt des Online-Medien-Rechts. Ich bin kein Jurist, daher kann ich darf ich hier auch keine rechtlichen relevanten Tipps geben, aber als Mensch und Bewohner in einem Gebiet, wo Artikel 3.3 der Grundgesetzes gilt, sag ich mal hier meine Meinung.

Einige Meinungen von mir zur neuen EU-Regelung, dass KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen

Die geschieht mit den allseits beliebten Frage-und-Antwort-Vorgehen, also hier Frage und Antwort für alle, die Inhalte veröffentlichen und das sind letztlich alle, die Online-Schreiben oder Online-Platzieren von Text oder Bild so viele erreichen, dass sie nicht mehr ganz genau wissen können, wer das ist, den sie erreicht haben. Der folgende Text ist stark von KI beeinflusst, insbesondere das vertrauliche Du ist sonst nicht so meine Art hier beim Bloggen, aber ich lass das mal hier so stehen.

Kennzeichnung von KI-Inhalten: Was ändert sich für Blogger, Nutzer und Autoren?

Frage: Was ändert sich für Leute, die heute Bilder, Fotos oder Texte veröffentlichen?

Antwort: Die wichtigste Änderung ist nicht, dass alles verboten wäre, sondern dass Inhalte, die mit Hilfe von KI erstellt oder verändert wurden, in bestimmten Fällen transparent gekennzeichnet werden sollen. Mehr dazu in den EU-Leitlinien zu Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte.

Frage: Gilt das auch für private Menschen, die einfach nur gelegentlich posten?

Antwort: In der Regel nicht in jedem Fall. Entscheidend ist oft, ob der Inhalt rein persönlich ist oder ob er in einen öffentlichen, beruflichen oder journalistischen Zusammenhang fällt. Eine gute Übersicht bietet der Artikel-50-Überblick des EU AI Act Service Desk.

Frage: Was ist mit einem Blog oder einer eigenen Webseite?

Antwort: Ein Blog ist ein Grenzfall, weil er zwar oft persönlich ist, aber trotzdem öffentlich sichtbar. Wenn du dort KI einsetzt, kann es sinnvoll sein, dies transparent zu machen. Die Artikel-50-Übersicht beschreibt, wann KI-generierter Text offengelegt werden muss.

Frage: Was ist mit Fotos oder Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist die Lage oft noch sensibler, weil visuelle Inhalte leicht als echt wahrgenommen werden. Wenn ein Bild mit KI erzeugt, bearbeitet oder stark verändert wurde, sollte das möglichst direkt beim Bild kenntlich gemacht werden. Die Regeln dazu stehen auch in den Quick Facts zu Transparenzregeln für KI-Systeme.

Frage: Muss ich Angst haben, wenn ich KI nutze?

Antwort: Nein, Angst ist nicht der richtige Ansatzpunkt. Es geht vor allem um Transparenz. Wer offen damit umgeht, dass KI geholfen hat, liegt meist auf der sicheren Seite. Die Regeln gelten ab sofort, also sollte sich jeder und jede jetzt Gedanken machen, wenn er oder sie etwas veröffentlichen.

Frage: Wie sieht es mit privaten E-Mails und privaten WhatsApp-Nachrichten aus?

Antwort: Private E-Mails und private WhatsApp-Nachrichten fallen in der Regel unter den persönlichen Bereich und sind normalerweise nicht wie eine Veröffentlichung zu behandeln. Die Transparenzpflichten im EU AI Act zielen vor allem auf Fälle, in denen KI-Inhalte öffentlich verbreitet werden oder Menschen direkt mit einem KI-System interagieren.

Frage: Und wie ist es mit WhatsApp-Statusmeldungen?

Antwort: Ein WhatsApp-Status ist technisch eine Veröffentlichung an einen begrenzten Kreis von Kontakten. Rechtlich spricht aber viel dafür, dass private Statusmeldungen eher dem persönlichen Bereich zuzuordnen sind. Bei öffentlich oder beruflich wirkenden Inhalten kann eine Kennzeichnung dagegen sinnvoll sein. Wer allerdings nicht mehr überschaut, wer alles dieses Statusmeldungen liest oder lesen kann, der ist auf dem besten Weg zur Veröffentlichung und muss sich überlegen, ob er die Kennzeichnung anbringt. Außerdem sollte man bedenken, dass WhatsApp Statusmeldungen über Screenshots gespeichert, weiterverarbeitet und geteilt werden können. Da ist man schnell auf dem Weg in die Veröffentlichung, wobei natürlich der Verantwortliche sich auch ändert kann.

Frage: Gibt es dafür eine Faustregel?

Antwort: Ja: Private Nachricht = meist keine Kennzeichnung. Status oder Post mit öffentlicher Wirkung = eher prüfen, ob ein Transparenzhinweis sinnvoll ist. Je stärker ein Inhalt öffentlich, werblich oder journalistisch wirkt, desto eher sollte man ihn kennzeichnen. Wenn ich im privaten Kreis ein Foto hochhalte und das sehen dann 5 Leute, die ich kenne, dann ist das privat. Zeige ich dagegen das Foto einer Gruppe von Menschen, z.B. als Vortragender auf einer Konferenz, dann ist das eher öffentlich. Hier ist auch zu beachten, dass solche Fotos (oder auch Texte) gerne fotografiert werden, damit ist dann der Weg in die Öffentlichkeit gebahnt, z.B. durch Facebook oder andere sogenannte „soziale Netzwerke“.

Frage: Wie relevant ist es, ob ich einen Text oder ein Bild mit KI modifiziere oder komplett erstellen lasse?

Antwort: Es ist relevant, aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bei Texten und Bildern kommt es vor allem darauf an, wie stark die KI den Inhalt geprägt hat und ob der Inhalt nach außen wie eine echte menschliche Aussage oder ein echtes Foto wirkt. Die EU-Regeln unterscheiden dabei zwischen bloßer Unterstützung und einer wesentlich KI-geprägten Erstellung oder Veränderung.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob ich nur etwas verbessern lasse oder alles von der KI machen lasse?

Antwort: Ja, dieser Unterschied kann wichtig sein. Wenn du einen eigenen Text nur von der KI korrigieren oder glätten lässt, ist das etwas anderes, als wenn die KI den ganzen Inhalt erzeugt. Je stärker die KI den Kern des Inhalts bestimmt, desto eher wird eine Kennzeichnung sinnvoll oder nötig.

Frage: Und wie ist das bei Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist der Unterschied oft noch deutlicher, weil sie schnell als echt wahrgenommen werden. Ein vollständig KI-erzeugtes oder stark bearbeitetes Bild kann täuschender wirken als ein nur leicht angepasstes Foto. Genau deshalb sind bei Bildern die Transparenzanforderungen besonders wichtig.

Nicht jeder kleine KI-Einsatz wird gleich behandelt. Ein leichter sprachlicher Feinschliff durch KI ist etwas anderes als ein vollständig generierter Artikel oder ein täuschend echtes KI-Bild. Die praktische Frage lautet deshalb meist: Wie stark hat KI den Inhalt tatsächlich geformt?

Frage: Wie wichtig ist der Prompt, beziehungsweise die Abfolge der Prompts?

Antwort: Der Prompt ist sehr wichtig, weil er die Richtung, den Stil und die Qualität der Antwort stark beeinflusst. Bei mehreren Schritten zählt nicht nur die letzte Frage, sondern auch der gesamte Vorlauf, weil die KI den bisherigen Kontext mitverarbeitet. Gute Prompt-Strukturen und klarer Kontext verbessern die Ausgabe deutlich. Mehr dazu auch in Erklärungen zu Prompts und Prompting sowie zu Prompt Engineering.

Frage: Wenn ich über 22 Schritte hinweg mit der KI diskutiere, zählt dann nur das letzte Ergebnis?

Antwort: Nein, normalerweise nicht. Das Ergebnis entsteht aus dem ganzen Verlauf, also aus Rückfragen, Korrekturen, Beispielen und Nachbesserungen. Deshalb ist ein langer Dialog oft eher ein gemeinsames Arbeitsergebnis als eine einzelne KI-Antwort.

Frage: Kann man dann überhaupt noch angemessen bestimmen, wie viel KI im Ergebnis steckt?

Antwort: Nur sehr grob. Wenn du viele Teile selbst auswählst, umstellst, kürzt und redigierst, wird der Anteil deiner eigenen Leistung größer, auch wenn die KI viel Rohmaterial geliefert hat. Bei so einem Prozess ist ein exakter Prozentwert meistens künstlich und kaum sinnvoll.

Frage: Was ist für die Einordnung wichtiger als ein Prozentwert?

Antwort: Entscheidend ist meist, ob die KI den Kern des Inhalts geprägt hat oder nur als Hilfsmittel diente. Je stärker du selbst auswählst, ordnest und bearbeitest, desto eher ist das Ergebnis ein Mischprodukt aus eigener Arbeit und KI-Unterstützung. Die Frage ist also eher: Wie stark hat die KI den Inhalt geformt?

Sparen ja — aber bitte ohne Lebenszeit-Märchen

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Dieser Focus-Artikel ist interessant, er zeigt auf, dass man mit konsequent eingehaltener Sparquote viel gewinnen kann, allerdings taugt das Konzept nicht zur Universalformen für jede und jeden, um insgesamt am Todestag zum maximalen Erfolg gekommen zu sein. https://www.focus.de/finanzen/boerse/wie-unscheinbare-ausgaben-sie-jahrzehnte-ihres-lebens-kosten_c3365bf7-3584-4606-af09-3a54d490796a.html

Der Focus-Artikel hat einen wichtigen Punkt. Wer heute bewusst spart, gewinnt morgen Freiheit: mehr Puffer, mehr Gelassenheit, mehr Optionen. Das ist die eigentlich starke Botschaft des Textes, und die überzeugt mich auch. Wer seine Ausgaben im Griff hat, muss nicht jeden Job, nicht jede Entwicklung und nicht jede Zumutung einfach hinnehmen.

Genau deshalb ist der Artikel in seiner Grundtendenz richtig. Er erinnert daran, dass Konsum nicht nur eine Frage des Geldes ist, sondern auch der Prioritäten. Ein kleinerer dauerhafter Lebensstandard kann tatsächlich bedeuten, dass man schneller handlungsfähig wird. In diesem Sinn ist Sparen keine Askese, sondern eine Form von Selbstbestimmung. 

Problematisch wird der Beitrag dort, wo aus einer nützlichen Faustregel ein scheinbar exaktes Lebenszeitmodell gemacht wird. Weiterlesen

Tatsachen und Prognosen über Friedrich Merz

Friedrich Merz hat turbulente Tage hinter sich gebracht, überall, wo man sich umhört wird gesagt, dass die gerade ablaufende Regierungsumbildung in Berlin alles andere als glücklich verlaufen ist. Doch was sind die Fakten? Und welche Prognosen lassen sich auf die Fakten ableiten? Früher musste man für ähnliche Fragestellungen auf den Montagmorgen warten, da war dann das neue Spiegel-Heft im Briefkasten oder man bekam es an jedem Kiosk und in jedem Supermarkt. Heutzutage ist es bereits am Freitagabend (online-Ausgabe) oder Samstagmorgen so weit, die neue Ausgabe hat man in der Hand oder auf dem Displays seines Mobilgerätes. Bei mir war es diesmal der Supermarkt und die Print-Ausgabe, ich gehe aber davon aus, dass die PDF-Ausgabe und die Online-Zugriffsmöglichkeit für Abonnenten das gleiche Ergebnis liefern.

Ein sehr schön geschriebener Artikel, gut lesbar und mit sehr plastischen Beispielen, beispielsweise mit einer ausführlichen Auseinandersetzung mit diesen Loriot-Sketch:

Nach Wikipedia findet man den Sketch schnell auf einer Schweizer Website:

https://www.srf.ch/play/tv/news-clip/video/das-bild-haengt-schief?urn=urn:srf:video:fa88c9fe-0581-49df-996c-8e938b720d32

Aber es geht natürlich auch mit YouTube, wenn ich den Link „https://youtu.be/KYaToR9XlXk?si=S8yS5TDt4ns5Nlig“ hier eingebe, wird das Video durch meine WordPress-Version in den Blogbeitrag eingebettet, was aber nicht so zu verstehen ist, dass dies ein eigenständiger Inhalt dieser Website ist.

Doch zurück zu Friedrich Merz. Ich empfehle ausdrücklich die eigene Lektüre der ungefähr 4 Seiten aus der gedruckten Ausgabe, die Online-Ausgabe kann ebenso eingesehen werden (in öffentlichen Bibliotheken) oder man kauft sie hier beim Verlag direkt. Print/E-paper.

Früher wurde der Spiegel offline bezogen.

Früher wurde der Spiegel offline bezogen. Bild KI generiert

Interessant ist der Artikel von Konstantin von Hammerstein und Christian Teevs vor allem wegen der dort gemachten Tatsachen-Behauptungen und den daran aufbauenden Prognosen. Die werden im folgenden kurz reproduziert. Mich interessieren vor allem die Prognosen, man wird noch im Lauf des Jahres sehen können, wie gut sie sind und spätestens zum Weihnachtsfest 2026 wird man ein Fazit ziehen können, ob der Artikel insgesamt recht hat.

Sofern in den nächsten Tagen an den behaupteten Tatsachen noch Korrekturen kommen, werde ich diese in den Kommentaren aufführen. Auf die Prognosen gehe ich in Kommentaren ein, wenn sie sich bestätigen oder als falsch erweisen.

Sind das Tatsachen?

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Ist die „Neue Selbständigkeit“ schon veraltet, bevor sie überhaupt wirksam werden kann?

Vor ungefähr vier Monaten gab es ein paar Tage helle Aufregung, weil die verantwortliche Berliner Politik so wirkte, als ob man ein jahrzehntealtes Problem kurzfristig lösen könnte. Das Problem heißt „Scheinselbständigkeit“ und die Lösung sollte sein „neue Selbständigkeit“. Nun hört man nichts mehr davon, vielleicht haben die Verantwortlichen in Berlin die Sache schon längst vergessen? Eine aktuelle Recherche, auch mit Hilfe von sogenannter künstlicher Intelligenz (hier perplexity.ai) zeigt, dass dem nicht so ist. Allerdings zeigt das Recherche-Werkzeug auch, dass für eine kurzfristige oder mittelfristig umsetzbare neue Selbstständigkeit kaum eine Chance besteht.

Wird es keine „neue Selbständigkeit“ geben, weil man in Berlin andere Baustellen zu bearbeiten hat?

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Weil es keine Linke gibt, bleibt nach allen nur ein Strohmann übrig

Ausriss Taz der verlinkten Webseite vom 27.7.26

Ausriss Taz der verlinkten Webseite vom 27.7.26

Es gibt Texte, die nicht nur gelesen, sondern sofort diskutiert werden. Der Gastkommentar von Zara Rahman in der taz vom 27.7.26 gehört in diese Kategorie. Die Autorin zieht nach 15 Jahren einen Schlussstrich unter ihr Leben in Deutschland und begründet das nicht allein mit dem politischen Rechtsruck, sondern vor allem mit dem, was sie als Selbstbetrug und Heuchelei eines liberalen, urbanen Milieus beschreibt.

Genau genommen müsste man hier schreiben, es geht um bzw. gegen

Die „deutschen Gesellschaft, die sich für progressiv und liberal hält. … Es sind die linksgerichteten Aktivist:innen, die mir ernsthaft sagen, dass sie natürlich gegen Gewalt sind – außer gegen die, die sich gerade gegen Pa­läs­ti­nen­se­r:in­nen richtet. (Zitat gekürzt)

Zara Rahman stört sich daran, dass sich dieses Milieu nicht daran stört, was die arabische Bevölkerung in Israel und in den besetzten Gebieten zu erleiden hat, womit dieses Milieu „Israels Genozid unterstützt“. Da hat sie einen Punkt, genau solche Leute gibt es und sie sind bis in höchste Regierungsreihen überaus einflussreich, aber in vielen Fällen keine Linken (wie Friedrich Merz oder Volker Beck z.B.).

Genau daran entzündet sich nun die Debatte: Trifft Rahman einen wunden Punkt — oder schießt sie über das Ziel hinaus? Leider ist es nicht so, dass eine so einfache Antwort wie, sie hat Recht, schießt aber zugleich über das Ziel hinaus, heutzutage noch möglich erscheint.

Der Streit über ihren kurzen Text ist mehr als eine Reaktion auf einen einzelnen Kommentar. Er berührt die größere Frage, wie sich eine politische Linke in Deutschland verstehen könnte, wo ihre blinden Flecken liegen und wie weit persönliche Enttäuschung in allgemeine gesellschaftliche Kritik noch wirksam werden kann.

Was kritisiert Rahman genau?

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Früher war alles besser …

Der Mann will auch nur buchen, doch der Algorithmus scheint nicht so mitzuspielen zu wollen

Der Mann will auch nur buchen, doch der Algorithmus scheint nicht so mitzuspielen zu wollen (KI-generiert)

Dieser seltsame Gedanke beschlich mich heute, als ich für einen Kurzurlaub fünf Übernachtungen in einem Apartment in Trier buchen wollte und dabei die Erfahrung machte, dass Digitalisierung vieles anders, aber nicht besser macht. Früher hätte man einen Anbieter recherchiert, angerufen und alles telefonisch geklärt. Später konnte man eine Buchung per E-Mail oder Formular meist schnell und sicher erledigen. Man hatte das Gefühl, es geht flott voran, und wusste jederzeit, wo man im Prozess steht.

Heute ist das anders. Man wählt ein passendes Apartment aus und beginnt den Buchungsprozess mit einem Login. Am besten am Desktop-Rechner, weil man dort noch einfacher auf andere Informationsquellen zurückgreifen kann. Noch geht das — demnächst vielleicht nur noch mit einer speziellen App.

Also erst einmal Login. Aber nicht mit E-Mail-Adresse und Passwort, sondern mit einem Bestätigungscode, der per E-Mail verschickt wird und den man in einem anderen Tab abrufen muss. Schon an dieser Stelle kann man den ersten Fehler machen: nicht die E-Mail-Adresse anzugeben, die das System erwartet, also die, mit der man früher schon einmal angemeldet war. Eine andere Adresse funktioniert zwar auch, aber dann hat man unversehens einen zweiten Account angelegt — was später durchaus noch relevant werden kann. Weiterlesen

KI in der Medizin: Sowohl Experten wie Patienten profitieren massiv, wenn sie die Werkzeuge richtig nutzen

Ist ein KI-Werkzeug wie ChatGPT oder eine medizinisches Informationswerkzeug hilfreich oder schädlich? Die Antwort hier ist wie so oft im Leben: Es kommt darauf an. Oder: Wenn man das Werkzeug richtig anwendet, dann ist es unverzichtbar. Dass dies auch für KI-Werkzeuge gilt und dass diese gleichermaßen hilfreich für Experten (Ärzte) wie für Laien (Patienten) sein können, macht dieses Gespräch deutlich, das auf YouTube leider nur wenig Resonanz erfährt (359 Aufrufe, 7 Likes).

 

KI ist für mich als Patient hilfreich bei der Vorbereitung eines Arzttermins

Auf die pseudo-provokante Einstiegsfrage, ob Werkzeuge wie ChatGPT die der bessere Arzt sei, antwortet der Protagonist des Videos (Prof. Felix Nensa ist leitender Oberarzt am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie und Neuroradiologie an der Uni-Klinik in Essen) mit einem klaren „Nein„. Weiterlesen

Auch im Bund geht bald nichts mehr ohne die LINKE

Unfried von Taz: Im Bund gehts nicht mit den Linken

Ausrissfoto: Taz von 25.7.26

Die Linke, die Mitte und ein zu grober Vergleich

Peter Unfried beschreibt in seinem Text im Kern eine politische Lage, die man durchaus ernst nehmen sollte: Die demokratischen Parteien der Mitte ringen darum, sich klar voneinander und von den „Rändern“ abzugrenzen, während sich zugleich die politischen Lager in ihren Kommunikationsstilen immer weiter verhärten. Das ist präzise beobachtet und gut zugespitzt. Auch sein Blick darauf, dass die politische Mitte nicht so tun sollte, als gäbe es die gesellschaftliche Breite außerhalb der eigenen Milieus nicht, ist ein wichtiger Hinweis.

Gerade deshalb liest man den Text mit Gewinn. Unfried formuliert pointiert, ohne dabei bloß zu eskalieren, und er trifft einen realen Nerv der gegenwärtigen Debatte. Wer sich mit der strategischen Lage der Linken beschäftigt, findet in seiner Analyse durchaus viel Brauchbares: den Hinweis auf die Bedeutung politischer Anschlussfähigkeit, die Gefahr der Selbstisolierung und die Frage, wie eine linke Partei in einem fragmentierten politischen Feld überhaupt noch mehrheitsfähig werden kann.

Der Abstand zur Mitte ist die Geschäftsgrundlage der AfD und im Bund auch der Linkspartei. Für die Rechts­driftenden ist alles ab Friedrich Merz „links“, für die Linken ist alles ab Robert Habeck unter , die Union sowieso. Beide Seiten tun in ­ihrer Kommunikation so, als gäbe es die breite Mehrheitsgesellschaft nicht, die es ja nun mal (noch) gibt und die halt von linksemanzipatorisch bis rechtskonservativ reichen muss. Zitat Ende. Zitat von Unfried aus dem taz-Artikel von heute

An einem Punkt aber ziehe ich nicht mit. Weiterlesen

Wie könnte nuhr ein Dieter auf die neuesten Trends im Drogeriemarkt reagieren?

Früher war alles besser. Nicht weil früher alles besser war, sondern weil man früher noch das Gefühl hatte, man könne mit einer halben Dose Insektenspray die Welt in Ordnung bringen. Ein Sprühstoß, und die Mücke fiel zu Boden wie ein schlecht vorbereiteter Landrat im ersten TV-Duell. Heute sprühst du drauf, und das Tier hebt kurz die linke Fühlerbraue, fliegt ein paar beleidigte Kreise und kommt zurück, als wolle es sagen: „Das war’s schon?“

Ein früher Dieter und eine modere Frau kämpfen mit dem selbe Problem

Ein früherer Dieter und eine modere Frau kämpfen mit dem selben Problem

Das ist die eigentliche Krise unserer Zeit. Nicht die Mücke. Nicht das Spray. Sondern die enttäuschte Erwartung, dass Technik bitte wieder so funktionieren möge wie damals, als man noch an Wirkung glaubte und nicht an Wirkstoffprofile. Früher nannte man das Insektizid. Heute heißt es „verträgliche Lösung“ und riecht nach dem schlechten Gewissen einer ganzen Epoche. Und wer ist schuld daran, die Bürokraten in Brüssel oder die Gutmenschen vom Prenzlauer Berg? Ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen, wenn ich im Baumarkt auf die nett gestylte Mitarbeiterin mit dem Nasenpiercing warten muss, schließlich hat sie die Schlüssel für die richtigen Mittel.

Die meisten stehen im Sommer 2026 noch in der Drogerie und fragen sich, ob die neue grüne Nachhaltigkeit auch schon hier die politische Korrektheit im Wohnzimmer hinter den fehlenden Fliegengittern steuert. Und dann steht man da mit seiner Drogeriedose, die angeblich alles kann, außer das, wofür man sie gekauft hat. Das ist der neue deutsche Fortschritt: Er ist sanft, nachhaltig und vollkommen ungefährlich für alles, was stört.

Nuhr noch eine Pointe

Früher fiel die Mücke sofort um. Heute fällt nur noch der Glaube an einfache Lösungen. Und genau das ist vielleicht die eigentliche deutsche Insektenbekämpfung: viel Versprechen, wenig Wirkung, und am Ende sitzt das Tier immer noch da und wartet auf den nächsten Talkshow-Auftritt.

Transparenzhinweis: Ich nutze gelegentlich KI-Werkzeuge zur Textentwicklung und Bildbearbeitung. Bei Bildern kann es sich um KI-generierte oder KI-bearbeitete Aufnahmen handeln (z. B. Himmel austauschen, Personen entfernen). Alle Inhalte werden von mir redaktionell verantwortet. Das gilt auch für diesen Beitrag und das einzige Bild, das diesmal ohne Vorlage mit einem Prompt erstellt wurde.

Fall Anstalt des ZDF: Himmler versus Danger Dan und Igor Levit

https://taz.de/Debatte-um-Liedtext/!6197164/

Bester Artikel zur sogenannten Cancel-Culture von ZDF-Intendant Himmler

Wenn ein Sender einen Auftritt absagt, ist das noch keine Zensur. Es kann sogar genau das sein, was redaktionelle Freiheit bedeutet: eine begründete Programmentscheidung innerhalb der eigenen Verantwortung.

Das ZDF hat den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der Jubiläumsfolge der „Anstalt“ gestrichen, weil der Liedtext nach seiner Bewertung als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne und deshalb nicht zu den Programmrichtlinien passe. Man kann diese Entscheidung kritisch finden, man kann sie falsch finden, man kann sie für übervorsichtig halten. Aber wer sie sofort als „Cancel Culture“ oder gar als Angriff auf die Pressefreiheit deutet, greift zu kurz. [tagesschau]

Intendanten müsse die Pressefreiheit anwenden, z.B. durch redaktionelle Eingriffe

Denn Pressefreiheit bedeutet nicht, dass jeder Inhalt überall und jederzeit ausgestrahlt werden muss. Weiterlesen