Sozialpsychologie

Die Sozialpsychologie ist ein wichtiges Teilgebiet der Psychologie. Die Sozialpsychologie wird gelegentlich auch in der Schnittmenge von Psychologie und Soziologie gesehen. Als wissenschaftliche Disziplin geht es der Sozialpsychologie um das Bestimmen von psychologischen Gesetzmäßigkeiten, die durch die tatsächliche oder unterstellte Anwesenheit von anderen wesentlich mitbestimmt ist.

Die Sozialpsychologie sucht also nach Gesetzmäßigkeiten des Handelns, die dadurch mitbestimmt oder bestimmt sind, dass andere Menschen als relevant für diese Handlungen angenommen werden. Damit befindet sich die Sozialpsychologie in einem gewissen Gegensatz zur allgemeinen Psychologie. Weiterlesen

Bots in sozialen Netzwerken

Bot ist bei Software eine Abkürzung für Roboter. Ein Bot ist also ein Computer-Programm, das wie alle anderen Computer-Programme automatisch bestimmte vordefinierte Aufgaben erfüllt. Bereits der erste Vordenker der Computer-Entwicklung, Alan Turing, hat sich Gedanken dazu gemacht, wie es sich auswirken könnte, wenn ein Computer-Programm in der menschlichen Kommunikation eingesetzt wird. Diesen Turing-Test scheinen jetzt einige Bots in sozialen Netzwerken bestanden zu haben, wie die taz berichtete. Was sind die Gründe für den Erfolg der Bots in sozialen Netzwerken? Weiterlesen

Foot-in-the-Door: Technik, um schrittweise Zustimmung zu erlangen

Wenn man einen Menschen dazu bringen will, dass dieser eine Handlung zeigt, die für einen selbst von Vorteil ist, dann kann man hierfür die „Foot-in-the-Door“-Technik einsetzen. Foot-in-the-Door wird gerne von karitativen Organisationen für Ihre Ziele eingesetzt. Man bittet zunächst um eine kleine Spende und fordert dann immer wieder zu mehr Engagement auf. Foot-in-the-Door ist erfolgreich, wenn man Schritt für Schritt die Angesprochenen zu mehr Engagement motiviert. Aber man kann mir Foot-in-the-Door natürlich auch erreichen, dass die Konsumenten Waren kaufen, die sie ursprünglich eigentlich gar nicht brauchten.

Das oben verlinkte Buch beschäftigt sich sehr ausführlich mit Foot-in-the-Door und bringt auch interessante Beispiele, an dem man den Effekt von Foot-in-the-Door nachvollziehen kann. Man hat diese Beeinflussungs- und Überzeugungstechnik auch dazu verwandt, um zu erklären, warum Menschen in bestimmten Situationen nach und nach bereit werden, zunächst scheinbar unvorstellbare Positionen einzunehmen. Weiterlesen

Digitale Identität: Trends und Möglichkeiten

Digitale Identität und Online-Marketing

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Mario Sixtus und andere machen darauf aufmerksam, dass sich die digitale Identität durch die Web 2.0 Entwicklung verändert hat. Früher (noch vor zehn Jahren), war die digitale Identität noch durch Pseudonyme und Spitznahmen geprägt. Heute wird die digitale Identität mit eigenem Nahmen und eigenen Fotos gepflegt und es werden zum Teil sehr private Dinge in sozialen Netzwerken ausgeplaudert, die man früher kaum in die Öffentlichkeit getragen hätte. Stimmen von Kritikern, nicht zu viel private eigene Infos mit seiner digitalen Identität zu verknüpfen, verhallen oft ungehört.

Digitale Identität als philosophische Frage?

Warum kommt es zur Frage nach der digitalten Identität? Benutzer von sozialen Netzwerken stellen sich zunächst keine philosophischen Fragen, wie „Wer bin ich – und wenn ja wie viele?“. Weiterlesen

Etikette fürs soziale Netz im Internet

Amazon Link Etikette

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Etikette: das sind soziale Verhaltensregeln, die man zwar nicht einhalten muss, deren Übertretung aber für einen selbst unangenehme Folge haben kann. Wer z.B. in der europäischen Tischkommunikationen typische Essgeräusche von sich gibt, der verstößt gegen die Etikette und wird dann als ungehobelt eingeschätzt.

Schon lange ist bekannt, dass es auch eine Internet-Etikette gibt oder geben sollte. In Zeiten von Social Media und Web 2.0 sollten diese Regeln der Internet-Etikette beachtet und auf soziale Kommunikationsprozesse erweitert werden. Weiterlesen

Sozionik

Definitionen von Sozionik findet man viele:

Nach der Wikipedia meint  Sozionik (in Bezug auf die Zusammensetzung Soziologie und Informatik), dass es sich hierbei um eine interdisziplinäre Verwendung von unterschiedlicher Methoden aus der Soziologie und weiterer  informatiktechnischer Ansätze handelt. Bei der Sozionik  gehe es also um algorithmisierte Modelle, aber auch um Simulationsrechnungen, sowie um verteilte Agentensystemen- zwecks Konstruktion bzw.  Erforschung neuartiker verteilter informatistechnischer Systeme. Mittels Sozionik könne man zur Erforschung soziologischer Fragestellungen kommen und damit auch zur Konstruktion und Erforschung flexibler hybrider Systeme (die  aus sozialen Akteuren und
Softwareagenten bestehen können). Weiterlesen

Die Psychologie des Überzeugens

Robert B. Cialdini ist ein sehr bekannter Sozialpsychologie und er hat mit dem immer neu aufgelegten Lehrbuch „Die Psychologie des Überzeugens“ sowohl Laien wie Fachleute davon überzeugt, dass man mit Sozialpsychologie viel Wissen über das Wirksamwerden unscheinbarer Faktoren gewinnen kann. Deshalb ist „Die Psychologie des Überzeugens“ ein Lehrbuch für alle, die sich und ihren Mitmenschen auf die Schliche kommen wollen.
Die FAZ ist zu Recht der Meinung, dass es Cialdini gelingt, persönliche Erfahrungen aus Verkäufer-Schulungen und Polizeimaßnahmen mit modernen Erkenntnissen der experimentellen Psychologie zu verbinden. Die Psychologie des Überzeugens ist ein Ziel, das hohe Ansprüche zu erfüllen hat.

Man kann leicht und häufig Opfer der Manipulation durch andere werden, Robert B. Cialdini zeigt in seinem Lehrbuch Die Psychologie des Überzeugens auf, wie die Psychologie des Überzeugens im Detail funktioniert. Weiterlesen

Sozialpsychologie. Workbook

Wenn man einen komprimierten, aber zugleich fundierten Überblick über eine Vielfalt von klassischen sozialpsychologischen Denktraditionen, bekommen will, dann greift man möglicherweise zu diesem Buch. Es geht hier auch um Theorien und Befunde. Es gibt viele Interessenten, die gerne herausbekommen wollen, was Sozialpsychologie ist und wie Sozialpsychologen denken. Und auf tausendseitige Bücher möchten sie nicht zurückgreifen, obwohl diese durchaus mit vielen plastischen Beispielen punkten können.

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Kognitive Dissonanz

Nach Ansicht vieler Sozialpsychologen ist die Aufrechterhaltung eines stabilen und positiven Selbstbildes ein sehr bestimmendes Handlungsmotiv von Menschen. Sozialpsychologische Theorien der „Kognitiven Dissonanz“ beschäftigen sich mit der Frage, was passiert, wenn diese Selbstbild dadurch in Frage gestellt wird, dass Verhaltensweisen bewusst werden, die im Widerspruch zu diesem Selbstbild stehen. Dabei stehen dann beim Konzept Kognitive Dissonanz zwei Kognitionen in einem Gegensatz:

  1. Die Kognition, die zum Selbstbild gehört und
  2. die Kognition, die das eigene Verhalten wahrnimmt.

Grundlegend gehen die Ideen zur Kognitiven Dissonanz auf den Sozialpsychologien Leon Festinger zurück. Dieser hatte zunächst aber nur darauf abgestellt, dass Kognitive Dissonanz dann entsteht, wenn zwei beliebige Kognitionen in einen Konflikt geraten. Demgegenüber betont der Sozialpsychologe Elliot Aronson in seinem Standardwerk „Sozialpsychologie“, dass vor allem dann Kognitive Dissonanz eintritt, wenn man gewahr wird, dass die eigenen Verhaltensweisen mit dem eigenem Selbstkonzept nicht mehr übereinstimmen. Aronson geht mit anderen davon aus, dass das Selbstkonzept überwiegend durch die Vorstellung bestimmt ist, dass man als Mensch erfolgreich und integer dabei ist, wenn man sein eigenes Leben gestaltet. Weiterlesen