Ab sofort: KI-Inhalte müssen gekennzeichnet werden, wenn …

… man sie öffentlich macht und dies als mit einem „beruflichen“ Interesse eingeordnet werden kann. Sie verstehen nur Bahnhof, dann lesen Sie weiter und erleben Sie einen ersten Einstieg in die wunderbare Welt des Online-Medien-Rechts. Ich bin kein Jurist, daher kann ich darf ich hier auch keine rechtlichen relevanten Tipps geben, aber als Mensch und Bewohner in einem Gebiet, wo Artikel 3.3 der Grundgesetzes gilt, sag ich mal hier meine Meinung.

Einige Meinungen von mir zur neuen EU-Regelung, dass KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen

Die geschieht mit den allseits beliebten Frage-und-Antwort-Vorgehen, also hier Frage und Antwort für alle, die Inhalte veröffentlichen und das sind letztlich alle, die Online-Schreiben oder Online-Platzieren von Text oder Bild so viele erreichen, dass sie nicht mehr ganz genau wissen können, wer das ist, den sie erreicht haben. Der folgende Text ist stark von KI beeinflusst, insbesondere das vertrauliche Du ist sonst nicht so meine Art hier beim Bloggen, aber ich lass das mal hier so stehen.

Kennzeichnung von KI-Inhalten: Was ändert sich für Blogger, Nutzer und Autoren?

Frage: Was ändert sich für Leute, die heute Bilder, Fotos oder Texte veröffentlichen?

Antwort: Die wichtigste Änderung ist nicht, dass alles verboten wäre, sondern dass Inhalte, die mit Hilfe von KI erstellt oder verändert wurden, in bestimmten Fällen transparent gekennzeichnet werden sollen. Mehr dazu in den EU-Leitlinien zu Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte.

Frage: Gilt das auch für private Menschen, die einfach nur gelegentlich posten?

Antwort: In der Regel nicht in jedem Fall. Entscheidend ist oft, ob der Inhalt rein persönlich ist oder ob er in einen öffentlichen, beruflichen oder journalistischen Zusammenhang fällt. Eine gute Übersicht bietet der Artikel-50-Überblick des EU AI Act Service Desk.

Frage: Was ist mit einem Blog oder einer eigenen Webseite?

Antwort: Ein Blog ist ein Grenzfall, weil er zwar oft persönlich ist, aber trotzdem öffentlich sichtbar. Wenn du dort KI einsetzt, kann es sinnvoll sein, dies transparent zu machen. Die Artikel-50-Übersicht beschreibt, wann KI-generierter Text offengelegt werden muss.

Frage: Was ist mit Fotos oder Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist die Lage oft noch sensibler, weil visuelle Inhalte leicht als echt wahrgenommen werden. Wenn ein Bild mit KI erzeugt, bearbeitet oder stark verändert wurde, sollte das möglichst direkt beim Bild kenntlich gemacht werden. Die Regeln dazu stehen auch in den Quick Facts zu Transparenzregeln für KI-Systeme.

Frage: Muss ich Angst haben, wenn ich KI nutze?

Antwort: Nein, Angst ist nicht der richtige Ansatzpunkt. Es geht vor allem um Transparenz. Wer offen damit umgeht, dass KI geholfen hat, liegt meist auf der sicheren Seite. Die Regeln gelten ab sofort, also sollte sich jeder und jede jetzt Gedanken machen, wenn er oder sie etwas veröffentlichen.

Frage: Wie sieht es mit privaten E-Mails und privaten WhatsApp-Nachrichten aus?

Antwort: Private E-Mails und private WhatsApp-Nachrichten fallen in der Regel unter den persönlichen Bereich und sind normalerweise nicht wie eine Veröffentlichung zu behandeln. Die Transparenzpflichten im EU AI Act zielen vor allem auf Fälle, in denen KI-Inhalte öffentlich verbreitet werden oder Menschen direkt mit einem KI-System interagieren.

Frage: Und wie ist es mit WhatsApp-Statusmeldungen?

Antwort: Ein WhatsApp-Status ist technisch eine Veröffentlichung an einen begrenzten Kreis von Kontakten. Rechtlich spricht aber viel dafür, dass private Statusmeldungen eher dem persönlichen Bereich zuzuordnen sind. Bei öffentlich oder beruflich wirkenden Inhalten kann eine Kennzeichnung dagegen sinnvoll sein. Wer allerdings nicht mehr überschaut, wer alles dieses Statusmeldungen liest oder lesen kann, der ist auf dem besten Weg zur Veröffentlichung und muss sich überlegen, ob er die Kennzeichnung anbringt. Außerdem sollte man bedenken, dass WhatsApp Statusmeldungen über Screenshots gespeichert, weiterverarbeitet und geteilt werden können. Da ist man schnell auf dem Weg in die Veröffentlichung, wobei natürlich der Verantwortliche sich auch ändert kann.

Frage: Gibt es dafür eine Faustregel?

Antwort: Ja: Private Nachricht = meist keine Kennzeichnung. Status oder Post mit öffentlicher Wirkung = eher prüfen, ob ein Transparenzhinweis sinnvoll ist. Je stärker ein Inhalt öffentlich, werblich oder journalistisch wirkt, desto eher sollte man ihn kennzeichnen. Wenn ich im privaten Kreis ein Foto hochhalte und das sehen dann 5 Leute, die ich kenne, dann ist das privat. Zeige ich dagegen das Foto einer Gruppe von Menschen, z.B. als Vortragender auf einer Konferenz, dann ist das eher öffentlich. Hier ist auch zu beachten, dass solche Fotos (oder auch Texte) gerne fotografiert werden, damit ist dann der Weg in die Öffentlichkeit gebahnt, z.B. durch Facebook oder andere sogenannte „soziale Netzwerke“.

Frage: Wie relevant ist es, ob ich einen Text oder ein Bild mit KI modifiziere oder komplett erstellen lasse?

Antwort: Es ist relevant, aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bei Texten und Bildern kommt es vor allem darauf an, wie stark die KI den Inhalt geprägt hat und ob der Inhalt nach außen wie eine echte menschliche Aussage oder ein echtes Foto wirkt. Die EU-Regeln unterscheiden dabei zwischen bloßer Unterstützung und einer wesentlich KI-geprägten Erstellung oder Veränderung.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob ich nur etwas verbessern lasse oder alles von der KI machen lasse?

Antwort: Ja, dieser Unterschied kann wichtig sein. Wenn du einen eigenen Text nur von der KI korrigieren oder glätten lässt, ist das etwas anderes, als wenn die KI den ganzen Inhalt erzeugt. Je stärker die KI den Kern des Inhalts bestimmt, desto eher wird eine Kennzeichnung sinnvoll oder nötig.

Frage: Und wie ist das bei Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist der Unterschied oft noch deutlicher, weil sie schnell als echt wahrgenommen werden. Ein vollständig KI-erzeugtes oder stark bearbeitetes Bild kann täuschender wirken als ein nur leicht angepasstes Foto. Genau deshalb sind bei Bildern die Transparenzanforderungen besonders wichtig.

Nicht jeder kleine KI-Einsatz wird gleich behandelt. Ein leichter sprachlicher Feinschliff durch KI ist etwas anderes als ein vollständig generierter Artikel oder ein täuschend echtes KI-Bild. Die praktische Frage lautet deshalb meist: Wie stark hat KI den Inhalt tatsächlich geformt?

Frage: Wie wichtig ist der Prompt, beziehungsweise die Abfolge der Prompts?

Antwort: Der Prompt ist sehr wichtig, weil er die Richtung, den Stil und die Qualität der Antwort stark beeinflusst. Bei mehreren Schritten zählt nicht nur die letzte Frage, sondern auch der gesamte Vorlauf, weil die KI den bisherigen Kontext mitverarbeitet. Gute Prompt-Strukturen und klarer Kontext verbessern die Ausgabe deutlich. Mehr dazu auch in Erklärungen zu Prompts und Prompting sowie zu Prompt Engineering.

Frage: Wenn ich über 22 Schritte hinweg mit der KI diskutiere, zählt dann nur das letzte Ergebnis?

Antwort: Nein, normalerweise nicht. Das Ergebnis entsteht aus dem ganzen Verlauf, also aus Rückfragen, Korrekturen, Beispielen und Nachbesserungen. Deshalb ist ein langer Dialog oft eher ein gemeinsames Arbeitsergebnis als eine einzelne KI-Antwort.

Frage: Kann man dann überhaupt noch angemessen bestimmen, wie viel KI im Ergebnis steckt?

Antwort: Nur sehr grob. Wenn du viele Teile selbst auswählst, umstellst, kürzt und redigierst, wird der Anteil deiner eigenen Leistung größer, auch wenn die KI viel Rohmaterial geliefert hat. Bei so einem Prozess ist ein exakter Prozentwert meistens künstlich und kaum sinnvoll.

Frage: Was ist für die Einordnung wichtiger als ein Prozentwert?

Antwort: Entscheidend ist meist, ob die KI den Kern des Inhalts geprägt hat oder nur als Hilfsmittel diente. Je stärker du selbst auswählst, ordnest und bearbeitest, desto eher ist das Ergebnis ein Mischprodukt aus eigener Arbeit und KI-Unterstützung. Die Frage ist also eher: Wie stark hat die KI den Inhalt geformt?

Tatsachen und Prognosen über Friedrich Merz

Friedrich Merz hat turbulente Tage hinter sich gebracht, überall, wo man sich umhört wird gesagt, dass die gerade ablaufende Regierungsumbildung in Berlin alles andere als glücklich verlaufen ist. Doch was sind die Fakten? Und welche Prognosen lassen sich auf die Fakten ableiten? Früher musste man für ähnliche Fragestellungen auf den Montagmorgen warten, da war dann das neue Spiegel-Heft im Briefkasten oder man bekam es an jedem Kiosk und in jedem Supermarkt. Heutzutage ist es bereits am Freitagabend (online-Ausgabe) oder Samstagmorgen so weit, die neue Ausgabe hat man in der Hand oder auf dem Displays seines Mobilgerätes. Bei mir war es diesmal der Supermarkt und die Print-Ausgabe, ich gehe aber davon aus, dass die PDF-Ausgabe und die Online-Zugriffsmöglichkeit für Abonnenten das gleiche Ergebnis liefern.

Ein sehr schön geschriebener Artikel, gut lesbar und mit sehr plastischen Beispielen, beispielsweise mit einer ausführlichen Auseinandersetzung mit diesen Loriot-Sketch:

Nach Wikipedia findet man den Sketch schnell auf einer Schweizer Website:

https://www.srf.ch/play/tv/news-clip/video/das-bild-haengt-schief?urn=urn:srf:video:fa88c9fe-0581-49df-996c-8e938b720d32

Aber es geht natürlich auch mit YouTube, wenn ich den Link „https://youtu.be/KYaToR9XlXk?si=S8yS5TDt4ns5Nlig“ hier eingebe, wird das Video durch meine WordPress-Version in den Blogbeitrag eingebettet, was aber nicht so zu verstehen ist, dass dies ein eigenständiger Inhalt dieser Website ist.

Doch zurück zu Friedrich Merz. Ich empfehle ausdrücklich die eigene Lektüre der ungefähr 4 Seiten aus der gedruckten Ausgabe, die Online-Ausgabe kann ebenso eingesehen werden (in öffentlichen Bibliotheken) oder man kauft sie hier beim Verlag direkt. Print/E-paper.

Früher wurde der Spiegel offline bezogen.

Früher wurde der Spiegel offline bezogen. Bild KI generiert

Interessant ist der Artikel von Konstantin von Hammerstein und Christian Teevs vor allem wegen der dort gemachten Tatsachen-Behauptungen und den daran aufbauenden Prognosen. Die werden im folgenden kurz reproduziert. Mich interessieren vor allem die Prognosen, man wird noch im Lauf des Jahres sehen können, wie gut sie sind und spätestens zum Weihnachtsfest 2026 wird man ein Fazit ziehen können, ob der Artikel insgesamt recht hat.

Sofern in den nächsten Tagen an den behaupteten Tatsachen noch Korrekturen kommen, werde ich diese in den Kommentaren aufführen. Auf die Prognosen gehe ich in Kommentaren ein, wenn sie sich bestätigen oder als falsch erweisen.

Sind das Tatsachen?

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Auch im Bund geht bald nichts mehr ohne die LINKE

Unfried von Taz: Im Bund gehts nicht mit den Linken

Ausrissfoto: Taz von 25.7.26

Die Linke, die Mitte und ein zu grober Vergleich

Peter Unfried beschreibt in seinem Text im Kern eine politische Lage, die man durchaus ernst nehmen sollte: Die demokratischen Parteien der Mitte ringen darum, sich klar voneinander und von den „Rändern“ abzugrenzen, während sich zugleich die politischen Lager in ihren Kommunikationsstilen immer weiter verhärten. Das ist präzise beobachtet und gut zugespitzt. Auch sein Blick darauf, dass die politische Mitte nicht so tun sollte, als gäbe es die gesellschaftliche Breite außerhalb der eigenen Milieus nicht, ist ein wichtiger Hinweis.

Gerade deshalb liest man den Text mit Gewinn. Unfried formuliert pointiert, ohne dabei bloß zu eskalieren, und er trifft einen realen Nerv der gegenwärtigen Debatte. Wer sich mit der strategischen Lage der Linken beschäftigt, findet in seiner Analyse durchaus viel Brauchbares: den Hinweis auf die Bedeutung politischer Anschlussfähigkeit, die Gefahr der Selbstisolierung und die Frage, wie eine linke Partei in einem fragmentierten politischen Feld überhaupt noch mehrheitsfähig werden kann.

Der Abstand zur Mitte ist die Geschäftsgrundlage der AfD und im Bund auch der Linkspartei. Für die Rechts­driftenden ist alles ab Friedrich Merz „links“, für die Linken ist alles ab Robert Habeck unter , die Union sowieso. Beide Seiten tun in ­ihrer Kommunikation so, als gäbe es die breite Mehrheitsgesellschaft nicht, die es ja nun mal (noch) gibt und die halt von linksemanzipatorisch bis rechtskonservativ reichen muss. Zitat Ende. Zitat von Unfried aus dem taz-Artikel von heute

An einem Punkt aber ziehe ich nicht mit. Weiterlesen

Fall Anstalt des ZDF: Himmler versus Danger Dan und Igor Levit

https://taz.de/Debatte-um-Liedtext/!6197164/

Bester Artikel zur sogenannten Cancel-Culture von ZDF-Intendant Himmler

Wenn ein Sender einen Auftritt absagt, ist das noch keine Zensur. Es kann sogar genau das sein, was redaktionelle Freiheit bedeutet: eine begründete Programmentscheidung innerhalb der eigenen Verantwortung.

Das ZDF hat den Auftritt von Danger Dan und Igor Levit in der Jubiläumsfolge der „Anstalt“ gestrichen, weil der Liedtext nach seiner Bewertung als Aufruf zu Gewalt verstanden werden könne und deshalb nicht zu den Programmrichtlinien passe. Man kann diese Entscheidung kritisch finden, man kann sie falsch finden, man kann sie für übervorsichtig halten. Aber wer sie sofort als „Cancel Culture“ oder gar als Angriff auf die Pressefreiheit deutet, greift zu kurz. [tagesschau]

Intendanten müsse die Pressefreiheit anwenden, z.B. durch redaktionelle Eingriffe

Denn Pressefreiheit bedeutet nicht, dass jeder Inhalt überall und jederzeit ausgestrahlt werden muss. Weiterlesen

Keine Panik vor blauen Balken – bürgerliche Politik mit den Linken

ARD-Sonntagsfrage Juli 2026

ARD-Sonntagsfrage Juli 2026 – die restlichen 13 % liegen unter der 5%-Grenze

Man kann die aktuellen Umfragen in Deutschland zum Wahlverhalten lesen als das, was sie sind: ein politisches Stimmungsbild, kein Weltuntergang. Wer heute auf die hohen Werte der AfD starrt, sieht vor allem eines: die Dauerkrise der bisherigen politischen Mitte. Doch die eigentliche Pointe liegt nicht in der bloßen Stärke der Rechten, sondern in der Frage, welche Mehrheiten sich gegen sie überhaupt noch bilden lassen.

Die naheliegende Versuchung besteht darin, die Republik in ein schockiertes Lager und ein resigniertes Lager zu teilen. Das hilft nicht weiter. Denn die Zahlen zeigen zugleich etwas anderes: Es gibt in Deutschland weiterhin einen erheblichen Raum für eine bürgerliche, demokratische Gegenperspektive, die nicht nach rechts kippt und sich nicht in Symbolpolitik erschöpft. Diese Perspektive wird, ob man das nun mag oder nicht, nur mit der Linken denkbar. Weiterlesen

Postmoderner Totalitarismus

Ausriss: taz von heute https://taz.de/Solidaritaet-mit-Protesten-in-Georgien/!6188255&s=Schl%C3%B6gel/

Ausriss: taz von heute https://taz.de/Solidaritaet-mit-Protesten-in-Georgien/!6188255&s=Schl%C3%B6gel/

Der Begriff „postmoderner Totalitarismus“ taucht in der jüngsten Debatte um Russland erneut auf. So äußert sich den Osteuropa-Historiker Karl Schlögel, der das gegenwärtige Herrschaftssystem in Russland als postmodernen Totalitarismus charakterisiert. Gemeint ist damit ein Regime, das einerseits an klassische totalitäre Traditionen anknüpft, zugleich aber mit zeitgenössischen, medial hochgradig flexiblen Formen von Propaganda und Desinformation operiert. Wer sich mit der wechselhaften Geschichte der beiden Begriffe Postmodern und Totalitarismus etwas auskennt, der stellt sich mit dem heutigen Taz-Artikel natürlich die Frage, wie treffend denn diese plakative Zuschreibung sein kann, wenn innerhalb der Sozialwissenschaften keine Einigkeit vorliegt, was Postmodern oder Totalitarismus eigentlich bedeuten soll oder kann. 

In dem Artikel der Taz zu Schlögels postmodernen Totalitarismus Begriff wird diese Diagnose im Kontext einer Preisverleihung in Georgien aufgegriffen und knapp skizziert. Schlögel betont, wie das russische Regime ein ideologisch-kulturelles „Hybrid“ konstruiert, in dem sich Elemente orthodoxer Religion, imperialer Geschichtsbilder und antiwestlicher Rhetorik überlagern. Eine zentrale Rolle spielt dabei die systematische Verwischung der Grenze zwischen Wahrheit und Lüge, zwischen Realität und Fiktion: Nicht mehr die eine verbindliche Doktrin steht im Vordergrund, sondern ein zynischer Umgang mit widersprüchlichen Narrativen, der jede stabile Orientierung untergräbt. Weiterlesen

Moderner Magazinjournalismus mit und über KI

Monitor

Monitor

Es geht in diesem Blogartikel um einen Beitrag des Politik-Magazins Monitor, den man jetzt schon über YouTube abrufen kann. Es geht um KI und die Zukunft der Arbeitsplätze.

Auch dieser Umgang des modernen Magazinjournalismus (mit oder ohne Künstlicher Intelligenz) folgt, wie schon seit langem, einem klaren Muster: Zuerst wird eine steile These gesetzt, dann folgt eine Expertenstimme, anschließend eine Auswahl passender Zahlen oder Beispiele. Das ist journalistisch nicht neu, wirkt aber im KI-Kontext besonders stark, weil die KI-Technologie selbst so komplex ist und sich leicht in große Zukunftserzählungen einbauen lässt. Gerade im Fernsehen entsteht daraus schnell der Eindruck, man habe bereits eine belastbare Diagnose über die Zukunft von Arbeit, Staat und Gesellschaft vor sich, wenn man nur geschickt die Fragestellungen an Experten oder KI-Werkzeuge stellen könnte.

Ein Beispiel Weiterlesen

Wenn Bilder fehlen: Wie generative KI den Nachrichtenjournalismus verändert

So sollte man es nicht machen.

So sollte man es nicht machen.

Es ist ein vertrautes Problem im tagesaktuellen Journalismus: Eine wichtige Meldung kommt rein, vielleicht sogar mit lokal hoher Relevanz – aber passendes Bildmaterial fehlt. Fotografen sind nicht vor Ort, Agenturen liefern verzögert, und das eigene Archiv gibt nichts her.

Ein Beispiel: „Die marode Bonner Rheinbrücke wird bis auf Weiteres vollständig für den Verkehr gesperrt.“ Eine relevante Nachricht, die unmittelbare Auswirkungen hat – aber ohne Bild bleibt sie abstrakt. Z.B. bei dem sehr guten Artikel vom Focus: https://www.focus.de/panorama/welt/ab-15-uhr-bonner-nordbruecke-wird-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt_3d3f8e57-bbb3-4629-857c-d82817522a59.html sieht man zwar viele Bilder, aber nichts aktuelles und nichts spezifisches.

Genau an dieser Stelle kommt generative KI (Bildgenierung) ins Spiel. Weiterlesen

Fake News

Fake News

Fake News

Fake News (auf deutsch: gefälschte Nachrichten) sind absichtlich erstellte und verbreitete Falschinformationen, die meist in Form von Online-Artikeln, Social-Media-Beiträgen, Bildern oder manipulierten Videos (Deep Fakes) auftreten. Sie zielen darauf ab, Meinungen zu beeinflussen bzw. zu manipulieren, Verunsicherung zu stiften oder wirtschaftliche Gewinne durch Klicks zu generieren.

Du kannst Falschmeldungen im Internet zu erkennen, wenn du folgende Prüfschritte ganz oder teilweise in deine Recherchen einbauts:

  • Quellen-Check: z.B. Impressum prüfen. Seriöse Nachrichtenportale haben eine klare Anbieterkennzeichnung.
  • Inhalts-Vergleich: Über Google und seriöses KI-Tools (z.B. Perplexity) nach alternativen seriösen Quellen suchen.
  • Bilderrückwärtssuche: Ein Fake Bild kann man oft dadurch entlarven, wenn man nach ähnlichen Bildern sucht. Leider ist die russisches Suchmaschine Yandex hierin besonders stark.
  • Faktenchecker nutzen: Unabhängige Plattformen wie das Recherchezentrum Correctiv oder der Faktenfinder der Tagesschau erkennen aktuelle Falschmeldungen systematisch.

Siehe auch: https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/das-junge-politik-lexikon/320271/fake-news/

Storytelling

Storytelling

Storytelling

Storytelling ist die Kunst, Botschaften, Fakten oder Markenwerte durch eine erzählte Geschichte zu transportieren. Es verbindet logische Informationen mit Emotionen, wodurch Inhalte beim Zuhörer fesselnder, verständlicher und nachhaltiger im Gedächtnis bleiben.

Das menschliche Gehirn ist angeblich besser darauf ausgelegt, Geschichten zu verarbeiten. Anstatt trockene Daten zu konsumieren, erzeugen wir Menschen beim Hören einer Erzählung innere Bilder. Diese Bilder haben das Potential, Emotionen zu induzieren und setzen damit Botenstoffe im Gehirn frei, die den Inhalt so abspeichern, als hätten wir die Situation selbst erlebt. Weiterlesen