Socialbar Bonn 1.6.2026: Veranstaltung zur Datenschutzszene Bonn

Socialbar Bonn Juni 2026

Socialbar Bonn Juni 2026

Die Socialbar Bonn führt ungefähr alle 2 Monate eine interessante und kostenlose Abendveranstaltung durch, am 1.6.2026 sollte es um die „Datensschutzszene in Bonn“ gehen. Wer nach der Veranstaltung bei Google recherchiert, bekommt eine durchaus zutreffende Antwort von der Google-KI Gemini. 

Am Montag, 1. Juni 2026, fand die 81. Socialbar Bonn zum Thema „Datenschutzszene in Bonn“ statt. Das etablierte Netzwerktreffen bot praxisnahe Vorträge sowie Raum zum Austausch für die lokale Szene.

Details zur Veranstaltung

  • Ort: Engagement Global, Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn
  • Uhrzeit: 18:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
  • Kosten: Eintritt frei

Key-Vorträge & Themen

  • Datenschutzkonforme Altersprüfungen im Netz – Aline Sylla (Bundesbeauftragte für den Datenschutz).
  • Datenschutz in der Kirche – Felix Neumann
  • Datenschutz ist Menschenrecht – Einblicke in die Arbeit der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD) durch Reinhard Linz und Achim Klabunde.

Die Socialbar Bonn vernetzt regelmäßig Akteure aus Zivilgesellschaft, Forschung und Praxis. Weitere Informationen und zukünftige Termine finden Sie direkt auf der offiziellen Seite der Socialbar Bonn. Zitatende Google

Ich weiß, dass Gemini recht hat, weil ich selbst vor Ort war. Die Veranstaltung begann wie gewohnt mit einer Sammlung von Hashtags, statt einer Vorstellungrunde sagte jeder und jede 3 Begriffe, die ihre gegenwärtige Stimmungslage treffen soll. Gut fand ich z.B. den Hashtag „Neugier“, der ist so gut, dass man auf die weiteren 2 Hashtags verzichten kann.

Die Veranstaltung stand diesmal unter dem Titel „Datenschutzszene in Bonn“. Sie brachte Fachleute, Engagierte und Interessierte zusammen, um aktuelle Fragen des Datenschutzes aus sehr unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten: von Altersprüfungen im Netz über kirchlichen Datenschutz bis hin zur grundrechtlichen Bedeutung des Themas.

Treffpunkt waren die Räume von Engagement Global an der Friedrich-Ebert-Allee in Bonn. Der Eintritt war wie immer frei, die Veranstaltung begann ungefähr um 19  Uhr, doch viele kamen eher, denn neben den Vorträgen wird auch reichlich Raum für Austausch und Vernetzung bereitgestellt.

Die Socialbar Bonn ist seit Jahren ein fester Termin für Menschen, die sich mit digitaler Gesellschaft, Datenschutz, Zivilgesellschaft und technischer Praxis beschäftigen. Gerade der lokale Bezug macht den Reiz aus: Hier treffen sich keine abstrakten Debatten, sondern Menschen, die in Bonn und Umgebung konkret an digitalen, rechtlichen und gesellschaftlichen Fragen arbeiten.

Die diesjährige Ausgabe zeigte besonders deutlich, wie breit das Feld „Datenschutz“ inzwischen geworden ist. Es geht längst nicht mehr nur um Formulare, Einwilligungen oder Datenschutzerklärungen, sondern um Grundfragen von Freiheit, Teilhabe, Vertrauen und Macht im digitalen Raum.

Altersprüfung im Netz

Den ersten inhaltlichen Schwerpunkt setzte der Vortrag von Aline Sylla aus der Behörde des Bundesbeauftragten für den Datenschutz und die Informationsfreiheit. Nach der ersten Folie „Darf ich einmal Ihren Ausweis sehen?“ ging es um die datenschutzkonforme Gestaltung von Abfragepflichten bei persönlichen Daten.

Im Zentrum stand dabei die Frage, wie Altersprüfungen im Netz so umgesetzt werden können, dass sie den Schutzbedarf von Kindern und Jugendlichen berücksichtigen, ohne unnötig viele personenbezogene Daten offenzulegen. Aline Sylla machte deutlich, dass Altersverifikationen ein risikoreiches Feld sind: Je stärker Identitätsdaten abgefragt werden, desto größer werden die Risiken für Profilbildung, Missbrauch und den Verlust von Anonymität.

Besonders wichtig war der Hinweis, dass es nicht nur um technische Lösungen geht, sondern immer auch um die Verhältnismäßigkeit. Altersangaben, Altersprüfungen und Altersverifikationen unterscheiden sich deutlich in ihrem Eingriffsgrad. In der Präsentation wurde deshalb auf datenschutzfreundliche Ansätze verwiesen, etwa auf Zero-Knowledge-Lösungen (das sind kryptographische Verfahren, mit denen jemand die Wahrheit einer Aussage nachweisen kann, ohne die zugrundeliegenden geheimen Daten preiszugeben) und KI-basierte Verfahren (z.B. Gesichts- oder Sprachprüfung). In jedem Einzelfall muss geprüft werden, ob die Bedingungen des Datenschutzes eingehalten werden.

Die Kernbotschaft war klar: Altersprüfungen dürfen nicht einfach als Vorwand dienen, immer mehr Daten abzufragen. Sie müssen datenschutzkonform, zweckgebunden und risikobewusst ausgestaltet sein.

Datenschutz in der Kirche

Der zweite größere Themenblock kam von Felix Neumann und widmete sich dem kirchlichen Datenschutz. Schon der Einstieg war bemerkenswert: In den großen Kirchen gilt nicht die Datenschutzgesetzung so wie sonst in der Verwaltung oder Wirtschaft, sondern für die Kirchen gilt ein eigenständig entwickeltes Datenschutzrecht, eine Tatsache die kaum bekannt ist.

Neumann erklärte, wie dieses Sonderrecht historisch entstanden ist. Der Vortrag zeigte, dass kirchlicher Datenschutz eine eigenständige Rechtskultur hervorgebracht hat, die sowohl mit staatlichem Datenschutzrecht als auch mit der kirchlichen Organisationsrealität verflochten ist.

Ein spannender Punkt war die Frage nach alltäglichen Kommunikationswegen. Die Folie „Wieviel WhatsApp ist in der Kirche erlaubt?“ brachte das Dilemma sehr gut auf den Punkt: Auch kirchliche Organisationen stehen vor derselben praktischen Frage wie viele andere Institutionen auch, nämlich wie sie Kommunikation organisieren, ohne dabei Datenschutz und Vertraulichkeit zu vernachlässigen.

Felix Neumanns Beitrag machte außerdem deutlich, dass kirchlicher Datenschutz nicht nur juristische Detailarbeit ist. Er betrifft Transparenz, Rechtskultur und das Verhältnis zwischen Institution und Kirchensteuerzahlern.

Datenschutz als Menschenrecht

Den dritten Schwerpunkt setzte Achim Klabunde von der Deutschen Vereinigung für Datenschutz mit dem Vortrag „Datenschutz ist Menschenrecht“. Dieser Beitrag führte das Thema aus der konkreten Anwendung wieder zurück auf die Grundsatzebene.

Klabunde zeichnete zunächst die Entwicklung des Datenschutzes nach: vom ersten Datenschutzgesetz in Hessen über das Bundesdatenschutzgesetz bis hin zur Datenschutzgrundverordnung und den europäischen Grundrechtsnormen. Dabei wurde deutlich, dass Datenschutz nicht bloß eine technische oder administrative Frage ist, sondern eng mit dem Schutz der Persönlichkeit verknüpft ist.

KI-generiertes Foto zum Thema Datenschutz

KI-generiertes Foto zum Thema Datenschutz

Besonders wichtig war der Bezug zur informationellen Selbstbestimmung, die das Bundesverfassungsgericht 1983 im Volkszählungsurteil als Teil des allgemeinen Persönlichkeitsrechts herausgearbeitet hat. In dieser Tradition steht Datenschutz als Schutz natürlicher Personen bei der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten.

Der Vortrag machte auch aktuelle Spannungsfelder sichtbar: Beschäftigtendatenschutz, Kommunikationsgeheimnis, Vorratsdatenspeicherung, Chatkontrolle und der Ruf nach „Bürokratieabbau“ wurden als Beispiele genannt, an denen sich zeigt, dass Datenschutz immer noch großen Nachholbedarf hat. Die Botschaft hier: Grundrechte dürfen nicht unter dem Etikett der Vereinfachung ausgehöhlt werden.

Gemeinsamer roter Faden

Trotz der unterschiedlichen Themen verband die Vorträge ein gemeinsamer Kern. Alle drei Beiträge zeigten, dass Datenschutz nicht als Hindernis, sondern als Rahmen für verantwortliches Handeln verstanden werden kann. Ob bei Altersprüfungen, in kirchlichen Strukturen oder im menschenrechtlichen Grundsatzdiskurs: Immer geht es darum, Macht über Daten zu begrenzen und Teilhabe zu ermöglichen. Datenschutz dient also nicht dem Schutz der Daten, sondern dem Schutz der Menschen vor der Macht der Verfügungsfähigen über die Daten.

Auffällig war auch, dass die meisten Veranstaltungsteilnehmer kein Fachpublikum waren. Die Vorträge waren inhaltlich anspruchsvoll, blieben aber nah an praktischen Fragen. Gerade das macht die Socialbar Bonn so wertvoll: Sie schafft einen Raum, in dem juristische, technische und gesellschaftliche Perspektiven zusammenkommen.

Bonn als Standort für Fragen zu Technik, Gesellschaft und Nachhaltigkeit

Die Veranstaltung zeigte, dass Bonn mehr ist als ein politischer Verwaltungsstandort. Die Stadt verfügt über eine lebendige Szene aus Initiativen, Fachleuten und Institutionen, die sich mit digitaler Gesellschaft und Datenschutz beschäftigen. Engagement Global bot dafür einen passenden Rahmen, weil hier der lokale Austausch auf eine größere gesellschaftliche Perspektive trifft.

Gerade für eine Stadt wie Bonn ist diese Art von Netzwerktreffen wichtig. Sie macht Expertise sichtbar, vernetzt Akteure und sorgt dafür, dass Debatten nicht nur in Fachkreisen stattfinden, sondern in die öffentliche Diskussion getragen werden.

Fazit

Die 81. Socialbar Bonn war ein Abend, an dem deutlich wurde, wie aktuell und vielschichtig das Thema Datenschutz geblieben ist. Die Vorträge spannten den Bogen von konkreten Praxisproblemen über kirchliche Sonderfragen bis hin zu den großen Grundrechtsfragen unserer digitalen Gegenwart. Man kann daraus ein starkes Fazit ziehen: Datenschutz ist auch in Bonn nicht bloß ein Verwaltungs- oder Spezialthema, sondern Teil einer lebendigen gesellschaftlichen Debatte. Die Socialbar zeigte, wie produktiv diese Debatte sein kann, wenn sie praxisnah, verständlich und offen geführt wird.

 

 

Palantir sieht alles? Ein autoritärer Traum des Silicon-Valley-Marketings

Freitag zu Palantir

Freitag zu Palantir

Im Freitag findet sich ein interessanter Artikel zur Analyse-Software Palantir: https://www.freitag.de/autoren/daniel-kretschmar/palantir-sieht-alles-vom-autoritaeren-traum-totaler-kontrolle. Gute und wichtige Erkenntnisse, aber mit der Überschrift liegt man dem voll im Trend des Silicon-Valley-Marketings: „Palantir sieht alles: Vom autoritären Traum totaler Kontrolle“.

Der Artikel über Palantirs möglichen Einsatz im deutschen „Datenhaus“ impliziert ein wenig beruhigendes Bild einer dystopischen Zukunft mit einer „perfekten Polizei“, die alles weiß und alles vorhersehen kann. Diese Vision verdient Ablehnung – nicht nur aus bürgerrechtlicher Perspektive, sondern auch aus nüchterner technologischer Sicht. Weiterlesen

Analog und digital

Analog und digital

Die digitale Kommunikation verfügt über eine komplexe und logische Syntax, entbehrt aber auf dem Gebiet der Beziehungen einer Semantik.

Paul Watzlawick

Computer verarbeiten keine Informationen sondern Daten.

Peter Rechenberg

Die analoge Welt und damit auch alle Formen sind kontinuierlich und damit unendlich. Information dagegen ist radikal endlich und schon deswegen viel besser beherrschbar.

Claus Pias

Die Begriffe analog und digital sind zentral für die Informatik, aber auch bedeutsam für die menschliche Interaktion. Relevanz für Menschen kommt den Begriffen analog und digital auch zu, weil die Produkte der Informatik (die Computer bzw. Computeranordnungen, Hardware und Software, Netzwerke wie das Internet usw.) überwiegend oder fast ausschließlich als digitale Informationsverarbeitungssystem verstanden werden: „Computer können nur digitale Daten verarbeiten, doch die Welt und der Mensch sind analog.“ Diese kritische Aussage kann nur geprüft oder verstanden werden, wenn man die Begriffe analog und digital hinreichend genau definieren kann. Es soll im Folgenden versucht werden, analog und digital so zu definieren, dass man sowohl bei Geräten (Hardware) als auch bei Daten (Signalen, beobachtbaren physikalische oder sonstigen Größen) schnell erkennen kann, welches Objekt jeweils analog oder digital ist. Darauf aufbauend wird dann erläutert, warum angesichts der analogen Welt digitale Systeme wie Computer und Internet unvollkommene Werkzeuge bleiben müssen.

Worauf können die Begriffe analog und digital sinnvollerweise angewendet werden?

Analog und digital wird häufig im Zusammenhang mit den Begriffen Signal oder Datum (Singular von Daten) verwandt. Auch der Begriff der Information wird häufig mit dem Begriff digital bzw. analog verknüpft. Alle drei Begriffe (Signal, Datum, Information) nehmen implizit auf eine Weltsicht Bezug, bei der zwischen Objekten der Wirklichkeit und der Bedeutung, die diese Objekte für einen Beobachter haben, zu unterscheiden ist. Man muss die Welt interpretieren oder konstruieren, um aus der Vielzahl der möglichen Eindrücke Unterscheidungen treffen zu können, damit diese anschließend als Signal, Datum oder Information für weitere Bearbeitungs- oder Interpretationsprozesse genutzt werden können. Weiterlesen

Der Roboter als Lehrer

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Da der Bedarf an Lehrern gegenwärtig sehr hoch ist und in den nächsten Jahren nach dem starken Anstieg der Einwanderung durch Migranten weiter steigen wird, wäre es vielleicht eine gute Idee, wenn man statt teuren Fachkräften billige Roboter als Lehrer einsetzen könnte. Angeblich soll das in Japan bereits funktionieren und an der Uni Bielefeld werden Forschungsgelder dafür verausgabt, die emotionale Bindungsfähigkeit der Roboter zu bestimmen. Wenn dieses Konzept funktionieren würde, dann könnten die Roboter als Lehrer die normalen Lehrer überflüssig machen.

Die Idee, Roboter als Lehrer einzusetzen, wurde kürzlich in der taz diskutiert. Liest man nach dem Vorspann den Roboter als Lehrer-Artikel weiter, dann driften nicht nur die taz sondern auch die Lernroboter-Forscher schnell in den Bereich der Sciencefiction ab: Der Roboter als Lehrer soll Ereignisse wahrnehmen und intelligent verbal und nonverbal kommunizieren können. Im Prinzip soll dieser Roboter ein künstlicher Mensch werden, der genauso gut oder besser mit Schülern und ihren Problemen klarkommt, als herkömmliche Lehrer. Nachdem die ehrgeizigen Forschungsvorhaben skizziert sind, kommen neben der befragten Gewerkschaftlerin auch der taz allerdings Zweifel. Ein Roboter wird letztlich nur etwas simulieren können, was Menschen auf ganz selbstverständliche Art automatisch beherrschen: Empathie und darauf angemessen abgestimmtes Verhalten. Weiterlesen

Definitionen von Big Data

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Das Thema der umfassenden Auswertung großer Datenbestände (Big Data) ist immer noch aktuell, weil jeden Tag Meldungen kommen, dass wieder einmal neue Zusammenhänge durch Big Data aufgedeckt wurden, die Geschäftskonzepte oder private Lebensabläufe grundlegend verändern können. Versucht man aber nach Definition für das Phänomen Big Data, dann stellt man erstaunt fest, dass es diese Definitionen von Big Data kaum gibt, bzw. dass die Definitionen von Big Data so schwammig gehalten sind, dass eine sichere Unterscheidung bei Abläufen, wo große Datenbestände und Datenauswertungen vorgenommen werden, kaum möglich erscheint. Es sollte eigentlich nicht so sein, dass Big Data überall dort angenommen wird, wo es um große Datenmengen geht.

Brockhaus und Wikipedia (eigentlich die Ansprechadressen für eine präzise Definition von Big Data) heben nur darauf ab, dass die Datenmengen zu groß oder zu komplex werden, um sie noch mit herkömmlichen Methoden der Datenverarbeitung auswerten zu können. Gerne wird auch auf die Big-Data-Definition von Gartner (2011) verwiesen, Weiterlesen

Deutsche Telekom und Peter Schaar zur digitalen Verantwortung

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Die Deutsche Telekom ist eine der wichtigsten Unternehmen in Europa, wenn es um die Gestaltung der Zukunft von Internet und Digitalisierung geht. Um die Diskussion in diesem Handlungsfeld zu beeinflussen, hat man in den letzten 2 Monaten mehrere Veranstaltungen (Autorenlesungen) durchgeführt, die insgesamt von den Bonnern und den Telekom-Mitarbeitern gut besucht wurden.

Am 11.10 2016 war der letzte Termin der Telekom-Veranstaltungsreihe, die sich selbst als Initiative „Digitale Verantwortung“ eingestuft hat. Eingeladen nach Bonn in die Konzernzentrale in der Nähe der neuen Telekom Design Gallery war der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Weiterlesen

Der neue Mensch der granularen Gesellschaft

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Nachdem Christoph Kucklick verdeutlicht hat, dass herkömmliche Vorstellungen von Menschsein (Rationalität, Wissen um Zusammenhänge) nicht mehr tragfähig in einer granularen Gesellschaft sein können, wo Computer fast alles besser und schneller können, fragt er sich, wie denn ein zukünftiges Menschenbild aussehen könnte, mit dem wir unsere Einzigartigkeit sichern. Wie sieht dieses Bild aus und wie tragfähig sind die hiermit verknüpften Hoffnungen? Weiterlesen

Kontroll-Revolution: Wir werden vorhersagbar, weil wir uns vorhersagbar machen?

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Neben der Differenz-Revolution und der Intelligenz-Revolution gibt es in Christoph Kucklicks Buch zur granularen Gesellschaft noch die Kontroll-Revolution als Ergebnis von Big Data. Kontrolle funktioniert aber nicht ohne die Mitarbeit der Kontrollierten. Wenn wir uns Menschen nicht vorhersagbar machen, dann werden wir nicht vorhersagbar sein.

Kucklick beginnt für die Beschreibung und Erklärung seiner dritten Revolution hin zur granularen Gesellschaft mit einer Erkenntnis, die auch schon das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 prägte: Personenbezogene Daten können nicht wirksam anonymisiert werden, wenn man viele unterschiedliche Datenpunkte über die Personen gespeichert hat. Weiterlesen

Intelligenz-Revolution: Nutzen und Kosten der künstlichen Intelligenz

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Im Rahmen des Themas Big Data ist der Weg nicht weit, um sich mit künstlicher Intelligenz zu befassen. Dies gilt auch für das hier verlinkte Buch von Christoph Kucklick. Ein Problem mit der künstlichen Intelligenz ist, dass es bisher noch niemandem gelungen ist, die natürliche Intelligenz zu definieren. Das ist auch Kucklick bekannt und daher tut er sich auch schwer, mit dem Begriff Intelligenz umzugehen. Weiterlesen

Differenz-Revolution: Vom Individuum zum Singularium

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Christoph Kucklick hat mit seinem Buchtitel zur granularen Gesellschaft (hier auf Amazon verlinkt) deutlich zu machen versucht, wie „Big Data“ Wirtschaft und Gesellschaft verändern kann. Im Anschluss an die Skizzierung der granularen Gesellschaft wird im ersten Kapitel der Trend der Differenz-Revolution genauer ausgeführt. Das Vorgehen von Kucklick ist hier (wie auch bei weiteren Kapiteln) stets sehr ähnlich. Ausgehend von mehr oder weniger spektakulären Einzel-Beispielen wird recht schnell zu sehr allgemeinen Schlüssen übergegangen. Weiterlesen