Wie könnte nuhr ein Dieter auf die neuesten Trends im Drogeriemarkt reagieren?

Früher war alles besser. Nicht weil früher alles besser war, sondern weil man früher noch das Gefühl hatte, man könne mit einer halben Dose Insektenspray die Welt in Ordnung bringen. Ein Sprühstoß, und die Mücke fiel zu Boden wie ein schlecht vorbereiteter Landrat im ersten TV-Duell. Heute sprühst du drauf, und das Tier hebt kurz die linke Fühlerbraue, fliegt ein paar beleidigte Kreise und kommt zurück, als wolle es sagen: „Das war’s schon?“

Ein früher Dieter und eine modere Frau kämpfen mit dem selbe Problem

Ein früherer Dieter und eine modere Frau kämpfen mit dem selben Problem

Das ist die eigentliche Krise unserer Zeit. Nicht die Mücke. Nicht das Spray. Sondern die enttäuschte Erwartung, dass Technik bitte wieder so funktionieren möge wie damals, als man noch an Wirkung glaubte und nicht an Wirkstoffprofile. Früher nannte man das Insektizid. Heute heißt es „verträgliche Lösung“ und riecht nach dem schlechten Gewissen einer ganzen Epoche. Und wer ist schuld daran, die Bürokraten in Brüssel oder die Gutmenschen vom Prenzlauer Berg? Ich weiß es nicht und will es auch nicht wissen, wenn ich im Baumarkt auf die nett gestylte Mitarbeiterin mit dem Nasenpiercing warten muss, schließlich hat sie die Schlüssel für die richtigen Mittel.

Die meisten stehen im Sommer 2026 noch in der Drogerie und fragen sich, ob die neue grüne Nachhaltigkeit auch schon hier die politische Korrektheit im Wohnzimmer hinter den fehlenden Fliegengittern steuert. Und dann steht man da mit seiner Drogeriedose, die angeblich alles kann, außer das, wofür man sie gekauft hat. Das ist der neue deutsche Fortschritt: Er ist sanft, nachhaltig und vollkommen ungefährlich für alles, was stört.

Nuhr noch eine Pointe

Früher fiel die Mücke sofort um. Heute fällt nur noch der Glaube an einfache Lösungen. Und genau das ist vielleicht die eigentliche deutsche Insektenbekämpfung: viel Versprechen, wenig Wirkung, und am Ende sitzt das Tier immer noch da und wartet auf den nächsten Talkshow-Auftritt.

Transparenzhinweis: Ich nutze gelegentlich KI-Werkzeuge zur Textentwicklung und Bildbearbeitung. Bei Bildern kann es sich um KI-generierte oder KI-bearbeitete Aufnahmen handeln (z. B. Himmel austauschen, Personen entfernen). Alle Inhalte werden von mir redaktionell verantwortet. Das gilt auch für diesen Beitrag und das einzige Bild, das diesmal ohne Vorlage mit einem Prompt erstellt wurde.

Gebraucht kaufen: Wann ist ein Preisvorschlag wirklich fair?

Anwendung der Heuristik Hälfte von der Hälfte

Anwendung der Heuristik Hälfte von der Hälfte

Beim Kauf gebrauchter Dinge steht man heute oft vor einer einfachen, aber wichtigen Frage: Wie viel ist ein Artikel noch wert, wenn er nicht mehr neu ist? Früher war das schwerer zu beantworten, weil es fast nur zwei Welten gab: neu mit voller Absicherung oder privat gebraucht ohne jede Sicherheit. Heute hat sich der Markt verändert. Zwischen diesen Polen gibt es immer häufiger generalüberholte, geprüfte oder wie neue angebotene Geräte mit Garantie und Rückgabemöglichkeit.

Genau dadurch lässt sich der Wert eines Gebrauchtartikels viel besser einordnen als früher. Denn ein Preis ist nicht nur eine Frage des Zustands, sondern auch der Sicherheit beim Kauf. Wer neu kauft, bekommt nicht nur das Gerät, sondern auch Garantie, Gewährleistung und Rückgaberecht. Wer gebraucht kauft, verzichtet darauf meist ganz oder teilweise. Daraus ergibt sich eine einfache Überlegung: Je weniger Absicherung ein Angebot bietet, desto niedriger muss der Preis sein.

Warum sich der Markt verändert hat

Weiterlesen

Scannerkassen: Kundenfreundliche Überwachung – aber nur wenn die Schlangen ganz lang werden

KI-Bild: Leere bei den Scannerkassen

KI-Bild: Leere bei den Scannerkassen

Im REWE in der Bonner Altstadt, in der Heerstraße, habe ich heute etwas erlebt, das ich für ziemlich bezeichnend halte. Dort gibt es ungefähr zwei bediente Kassen und außerdem ungefähr fünf Scannerkassen, also genau jene Selbstbedienungslogik, die außen nach Tempo und Modernität aussieht, in der Praxis aber erstaunlich streng geregelt ist.

Ich stand zunächst ganz normal in der Schlange, die bei mir nicht besonders lang war. Ich zahle nämlich am liebsten direkt an der Kasse und will mich nicht durch die Menüs der Scannerkassen quälen. Das mag für meine Generation noch typisch sein, während jüngere Leute offenbar häufiger zu den Scannerkassen eilen. Vor einigen Wochen fiel mir schon auf, dass diese Scannerkassen nur unter Aufsicht benutzt werden dürfen: Ein Mitarbeiter kontrolliert den Bereich, und eine Art Barriere wird nur dann geöffnet, wenn sich an den bedienten Kassen längere Schlangen bilden.

Damals fragte ich einen Mitarbeiter, warum das so gehandhabt werde. Seine Antwort war schlicht: An den Scannerkassen werde zu viel „Schwund“ gemacht, also zu viel falsch oder ungenau gescannt. Es soll sogar Leute geben, die „vergessen“ die Spare-Rips einzuscannen, was dann Schwund von 7,99 bedeutet. Deshalb wolle man die Scannerkassen nur dann freigeben, wenn die normalen Kassen noch nicht ausgelastet sind. Schon das fand ich bemerkenswert: Eine Technik, die eigentlich Entlastung bringen soll, wird vorsorglich eingebremst. Als ehemaliger Betriebsrat fand ich die Idee gar nicht schlecht, so sichert man Arbeitsplätze … Weiterlesen

Autoren-Relevanz einschätzen, ohne eine Zeile vom Autor zu lesen?

 … wie man Autoren-Relevanz einschätzt, ohne eine Publikation vom Autor zu lesen – und warum Detailtiefe in der Recherche den Relativismus der Philosophie widerlegen kann.

Relativismus in der Philosophie

Relativismus in der Philosophie

Ein bekanntes Bonner Print-Medium berichtete kürzlich über einen jungen Autor, der an der Universität hier studiert und gleichzeitig mehrere Bücher auf dem Buchmarkt platzieren konnte. Die Frage drängt sich mir auf: Wie kann man erfolgreich studieren und gleichzeitig umfangreiche Titel veröffentlichen? Und vor allem: Hat der betreffende Autor überhaupt Relevanz, die eine Lektüre lohnen würde? Um diese Frage zu beantworten, muss man nicht unbedingt seine Bücher sofort lesen. Eine detailreiche Vorrecherche am PC und mit Hilfe des Internets genügt – und sie liefert objektive Schlussfolgerungen, die zugleich die lustige Konsequenz haben, den philosophischen Relativismus zu destabilisieren. Weiterlesen

Führt Googles KI-Strategie zu einem von Google kuratierten AOL-ähnlichen Internet?

Die zentrale These könnte lauten: Googles aktuelle KI-Strategie verschiebt die Websuche von einem offenen Verweissystem zu einer von Google orchestrierten Antwort- und Handlungsoberfläche. Dadurch entsteht nicht exakt eine neue geschlossene Community wie das frühere AOL[1], aber eine strukturell ähnliche Form von „kuratierter Geschlossenheit“: Nutzer bleiben länger in einer zentralen Oberfläche, während externe Websites an Sichtbarkeit, Klicks und Erlösanteilen verlieren.[2] [3] [4] [5] [6]

These 1: Google ersetzt Verlinkung zunehmend durch direkte Antwortausgabe Weiterlesen

Palantir sieht alles? Ein autoritärer Traum des Silicon-Valley-Marketings

Freitag zu Palantir

Freitag zu Palantir

Im Freitag findet sich ein interessanter Artikel zur Analyse-Software Palantir: https://www.freitag.de/autoren/daniel-kretschmar/palantir-sieht-alles-vom-autoritaeren-traum-totaler-kontrolle. Gute und wichtige Erkenntnisse, aber mit der Überschrift liegt man dem voll im Trend des Silicon-Valley-Marketings: „Palantir sieht alles: Vom autoritären Traum totaler Kontrolle“.

Der Artikel über Palantirs möglichen Einsatz im deutschen „Datenhaus“ impliziert ein wenig beruhigendes Bild einer dystopischen Zukunft mit einer „perfekten Polizei“, die alles weiß und alles vorhersehen kann. Diese Vision verdient Ablehnung – nicht nur aus bürgerrechtlicher Perspektive, sondern auch aus nüchterner technologischer Sicht. Weiterlesen

Deutsche Telekom und Peter Schaar zur digitalen Verantwortung

Die Deutsche Telekom ist eine der wichtigsten Unternehmen in Europa, wenn es um die Gestaltung der Zukunft von Internet und Digitalisierung geht. Um die Diskussion in diesem Handlungsfeld zu beeinflussen, hat man in den letzten 2 Monaten mehrere Veranstaltungen (Autorenlesungen) durchgeführt, die insgesamt von den Bonnern und den Telekom-Mitarbeitern gut besucht wurden.

Am 11.10 2016 war der letzte Termin der Telekom-Veranstaltungsreihe, die sich selbst als Initiative „Digitale Verantwortung“ eingestuft hat. Eingeladen nach Bonn in die Konzernzentrale in der Nähe der neuen Telekom Design Gallery war der frühere Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar. Weiterlesen

Warum Predictive Analytics das nächste große Ding im Marketing werden könnte

Predictive Analytics, das klingt ziemlich amerikanisch und wer will schon was mit den perfekten Manipulatoren jenseits des Atlantiks zu tun haben? Wörtlich übersetzt bedeutet Predictive Analytics „voraussagende Analyse“. Es wäre toll für Marketing-Verantwortliche, wenn sie voraussagen könnten, welche Effekte und Ergebnisse mit einer bestimmten Unternehmensstrategie verbunden sind. Big Data macht es möglich: Predictive Analytics (wie sie beispielsweise von dastani.de angeboten wird) sollte es über die Verwendung von Statistik, Data Mining, maschinellem Lernen und Modellierung aktueller und zukünftiger Welten möglich machen, dass man die Zukunft etwas besser abschätzen kann. Wie ist das Potential für entsprechende Vorgehensweisen und wie kann man sich pramatisch darauf beziehen? Weiterlesen

Berchtesgadener Land Wander-Festival vom 31. August bis 2. September 2012

Wanderfestival-Berchtesgadener-Land

Wanderfestival-Berchtesgadener-Land

Das Berchtesgadener Land ist bekannt durch vielfältige Wanderangebote für alle Arten von Wandermöglichkeiten. Nun kann man im 2. Wander-Festival in der Zeit vom 31.8. bis 2.9.2012 dies erneut erleben und die wunderbare Natur des Berchtesgadener Landes genießen.

Das 2. Wander-Festival im Berchtesgadener Land sorgt bei Naturliebhabern genauso für Begeisterung wie bei den Extremsportlern. Auch Feinschmecker können dem Wandererleben positive Züge abgewinnen, wenn sie an die vielen Köstlichkeiten denken, die man im Berchtesgadener Land kennenlernen kann. Freuen können sich die sportlichen Singles, wenn sie auf anspruchsvollen Wanderkilometern zu einem passenden Herzen finden. Historiker folgen den Spuren des Salzes und ambitionierte Athleten machen sich auf den Weg zum Watzmann. So kommt jeder zu dem Wandererlebnis, dass für seine Bedürfnisse angemessen und nützlich ist. Weiterlesen

Barrierefreiheit

Barrierefreiheit ist eine Anforderung an technische Systeme, die im Zusammenhang mit dem Internet populär wurde. Als Kritik durch Verbände von Behinderten wurde formuliert, dass Webseiten und Webangebote nicht über Barrierefreiheit verfügen. Webseiten bauen Barrieren auf, die schlecht zu überwinden sind. Webseiten mit Barrierefreiheit sollen besser für die Bedürfnisse unterschiedlicher Nutzergruppen ausgelegt werden.

Welche Kriterien sollten für Barrierefreiheit gegeben sein? Man könnte an den Kriterienkatalog zur Barrierefreiheit denken, wie er für staatliche Stellen entwickelt wurde. Unter Barrierefreiheit wird die Auffindbarkeit, Zugänglichkeit und Nutzbarkeit aller Lebensbereiche verstanden, die für alle Menschen in gleicher Weise gelten sollen. Alle Menschen sollen in gleicher Weise (auch das Internet) nutzen können, wenn sie hier wichtige Informationen und weiterführende Hilfestellungen bekommen können. Weiterlesen