Schuldenbremse, Nordbrücke, Mehrheiten: Warum Zögern alles immer teurer macht

taz zur Schuldenbremse

taz zur Schuldenbremse

Ein Taz-Artikel vom 9. Juli 2026 über die gescheiterte Regierungskommission zur Reform der Schuldenbremse ist mehr als nur eine weitere Meldung aus dem Berliner Politikbetrieb. Zunächst hatte ich überhaupt nicht verstanden, warum es geht. Hatte nicht der Deutsche Bundestag noch in seiner alten Besetzung eine verfassungsändernde Reform der Schuldenbremse beschlossen und damit dem zukünftigen Bundeskanzler Merz bereits vor seiner Wahl die Chance gegeben, jetzt endlich die notwendigen Sanierungs-Aufgaben anzugehen? Anscheinend hat das nicht gereicht, die neuen Regierungsparteien haben eine Kommission gegründet, um die Schuldenbremse nachhaltig zu reformieren und jetzt meldet die taz, dass diese Kommission auf der Stelle tritt.

Das verweist auf ein Problem, das längst sichtbar ist: Deutschland braucht enorme Investitionen, aber die politischen und verfassungsrechtlichen Hürden für deren Finanzierung werden eher größer als kleiner, was anscheinend dem Finanzminister klarer ist, als seinem Chef oder den normalen Parlamentariern.

Genau deshalb ist die Frage wie wir die unsinnige schwarze Null loswerden, nicht erledigt, sondern bleibt akut. Wer heute zögert, verschärft morgen nicht nur den Investitionsstau, sondern auch das Mehrheitsproblem, denn so wie es jetzt aussieht, bekommen alle gegenwärtig die Regierung tragenden Parteien bei der nächsten Bundestagswahl herbe Abzüge von Stimmen.

Die Frage zum Umgang mit der Schuldenbremse ist immer noch nicht gelöst

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Gott=Deus ist nicht allmächtig …

Gott scheitert an der STVG (KI generiert)

Gott scheitert an der STVG (KI generiert)

… denn er scheitert bereits an der Straßenverkehrsordnung (STVG). Das hier ist die Geschichte hinter dieser absurden Behauptung. Der Bonner Oberbürgermeister heißt wie der Gott, das ist dumm für ihn, aber noch dümmer für ihn ist, dass er daran glaubt, wie Gott allmächtig und allwissend zu sein, möglicherweise wird im aber Menschenwerk, die deutsche STVG, zum Verhängnis werden. Weiterlesen

CDU: Deutschlandticket statt Mobilitätsgeld …

… mehr Kontrolle oder weniger Freiheit?

In den Medien wird aktuell über einen „CDU-Plan“ diskutiert: Bürgergeld-Empfänger sollen künftig kein Geld für Mobilität mehr bekommen, sondern ein Deutschlandticket als Sachleistung. In machen Medien klingt nach einem strengen Zentralplan der gesamten Partei — ist aber keiner. Es handelt sich um einen Vorstoß einzelner CDU-Politiker und Fraktionen, der in internen Papieren und regionalen Diskussionen kursiert und noch gar nicht feststeht.

Was ungefähr angedacht wird

Der aktuelle Regelbedarf enthält für Alleinstehende einen Mobilitätsanteil von etwa 50,49 Euro. Die Idee der Befürworter: Dieses Geld wird nicht mehr ausgezahlt, sondern Betroffene erhalten direkt ein Deutschlandticket. Begründet wird das mit zweckgebundenerer Nutzung und weniger Schwarzfahren.

Warum das kein „Geheimplan“ ist

Der Vorschlag kommt von konkreten CDU-Politikern (unter anderem aus NRW und kommunalen Verkehrsverbünden), wurde in Medien diskutiert und wird geprüft — ist aber kein Parteibeschluss und keine abgesprochene Dateilline. Ob und wie eine gesetzliche Umsetzung möglich wäre, ist offen. Rechtliche, haushalterische und praktische Fragen sind noch ungeklärt.

Vor- und Nachteile des Konzepts

Vorteile Nachteile
Zielgerichtete Nutzung für Mobilität Kostenlücke: Ticket (~63 €) liegt über dem Mobilitätsanteil (~50 €)
Weniger Schwarzfahren, stabilere ÖPNV-Einnahmen Flexibilitätsverlust für Betroffene: Geld wird zu Sachleistung
Mögliche Vereinfachung bei Sozialtickets Regionale Unterschiede werden ignoriert (ländlicher Raum, Schichtarbeit)

Nur eine Schwäche ist die finanzielle Lücke: Das Ticket kostet mehr als die bisherige Pauschale, sodass Empfänger selbst draufzahlen müssten oder Mehrbedarf beantragen müssten. Falls sie überhaupt ein Deutschlandticket bekommen und nicht auf regionale Lösungen beschränkt bleiben.

Das Hauptproblem: weniger Verfügungsgewalt über Mobilität

Das entscheidende Problem ist die Einschränkung der Selbstbestimmung. Wer bisher das Mobilitätsbudget auch für Pflege, Reparatur oder Teilfinanzierung eines (E-)Bikes nutzte oder andere Lösungen zur Gestaltung seiner Mobilität bevorzugte , muss künftig mit einem ÖPNV-Ticket vorliebnehmen. Ein Bürgergeld-Empfänger, der mit einem E-Bike mobil ist, hat dann weniger Geld, um sein E-Bike zu pflegen oder Rücklagen für eine Neuanschaffung zu bilden. Langfristig sinken so die eigene Mobilitätsmöglichkeiten.

Das Modell läuft darauf hinaus, verfügbares Einkommen in Sachleistung umzuformulieren — und damit die Freiheit der Betroffenen einzuschränken, eigene Prioritäten zu setzen.

Fazit: Nicht im Sinne Flexibilität, Grundeinkommensbezieher sollen genervt werden

Der Vorschlag ist nicht sonderlich flexibel. Indem man den Mobilitätsanteil in ein verpflichtendes Ticket umwandelt, wird die individuelle Verfügungsgewalt eingeschränkt und die Fähigkeit, eigene Mobilitätsstrategien (z. B. Bike-Anschaffung) zu finanzieren, ausgehöhlt. Aus sozial- und verkehrspolitischer Sicht können Sachleistungen Vorteile haben, doch dieses Modell respektiert die Selbstbestimmungsbedürfnisse der Betroffenen zu wenig.

Quellen & weiterführende Links

Bekommen CDU CSU und SPD im alten Bundestag eine Zwei-Drittel-Mehrheit?

Söder zum Sondervermögen

Söder zum Sondervermögen auf X (früher Twitter)

CDU, CSU und SPD wollen noch im alten Bundestag per Verfassungsänderung ein neues „Sondervermögen“ (also Schulden) für Infrastruktur schaffen. Das bereits bestehende Sondervermögen für Verteidigung soll aufgestockt werden. Es geht um schlappe 900 Milliarden Euro, die mal eben (bis zum 25.3. dieses Monats) über die Schuldenbremse hinaus zusätzlich genutzt werden sollen. Doch mit welchen Mehrheiten will die Ad-hoc-Koalition dieses ehrgeizige Ziel stemmen?
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Wie Friedrich Merz noch Kanzler werden kann …

… mit den Stimmen der AfD, ohne mit dieser zusammenzuarbeiten.

Folgender Dialog mit Perplexity findet dieses Szenario. Prompts und Reaktionen wurden leicht überarbeitet und auch etwas gekürzt. Fußnoten habe ich der Übersichtlichkeit weggelassen. 30/01/2025 mit Perplexity.ai

Ich

Welche Regelungen hat das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland für die Wahl eines Bundeskanzlers?

Chatbot

Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland regelt die Wahl des Bundeskanzlers in Artikel 63. Hier sind die wichtigsten Bestimmungen:

  • Der Bundeskanzler wird auf Vorschlag des Bundespräsidenten vom Bundestag ohne Aussprache gewählt.
  • Gewählt ist, wer die absolute Mehrheit der Stimmen der Mitglieder des Bundestages (die sogenannte „Kanzlermehrheit“) auf sich vereinigt, das sind mehr als die Hälfte aller gewählten Abgeordneten.

Der Wahlprozess kann bis zu drei Phasen umfassen: Weiterlesen

Grundmandatsklausel – Was und Warum

Nicht genutzt: Grundmandatsklausel

Nicht genutzt: Grundmandatsklausel

Was ist die Grundmandatsklausel ?

Die Grundmandatsklausel ist eine Sonderregelung im deutschen Wahlrecht, die bestimmt, welche Parteien bei der Sitzverteilung im Bundestag berücksichtigt werden. Sie soll verhindern, dass Parteien mit regionaler Verankerung oder Minderheiteninteressen von der Fünf-Prozent-Hürde ausgeschlossen werden.

Wie funktioniert die Grundmandatsklausel?

Bei der Bundestagswahl hat jeder Wähler zwei Stimmen: eine Erststimme für einen Direktkandidaten in seinem Wahlkreis und eine Zweitstimme für eine Landesliste einer Partei. Die Erststimmen entscheiden über die Hälfte der 598 vorgesehenen Sitze im Bundestag, die als Direktmandate an die jeweiligen Wahlkreissieger vergeben werden. Die Zweitstimmen entscheiden NICHT etwa über die andere Hälfte der Sitze, die als Listenmandate nach dem Verhältniswahlrecht an die Parteien verteilt werden, wie man denken könnte, sondern sie legen fest, in welchem Verhältnis die Gesamtzahl der Sitze auf die Parteien, die über 5% liegen oder 3 oder mehr Direktmandate gewonnen haben, verteilt wird.

Die Zahl 3 ist die relevante Zahl für die Grundmandatsklausel. Kleinere Parteien, die regionale Schwerpunkte haben, also gegenwärtig die Linke und die CSU, könnten darauf angewiesen sein, die Grundmandatsklausel zu beanspruchen, da sie relativ schnell unter die 5% fallen können, bzw. schon gefallen sind. Weiterlesen

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Mit der Arbeitnehmerpauschale Geld sparen

Wer als Arbeitnehmer abhängig beschäftigt ist, kann sogenannte Werbungskosten bei der Einkommenssteuer-Erklärung geltend machen. Dies gilt auch dann, wenn man nur eine geringe Beschäftigung ausübt. Wie man hier Geld mit der Arbeitnehmerpauschale sparen kann, habe ich schon bei dir-info.de vor längerer Zeit erläutert. Weiterlesen

Die Leistungsfreiheit bei Versicherungen

Die Leistungsfreiheit ist ein zentraler Begriff im Vertragsverhältnis zwischen Versicherungsnehmer und Versicherungsgesellschaft und wird in Deutschland durch das Versicherungsvertragsgesetz geregelt. Dort heißt es im § 174 zum Begriff der Leistungsfreiheit:

(1) Stellt der Versicherer fest, dass die Voraussetzungen der Leistungspflicht entfallen sind, wird er nur leistungsfrei, wenn er dem Versicherungsnehmer diese Veränderung in Textform dargelegt hat.
(2) Der Versicherer wird frühestens mit dem Ablauf des dritten Monats nach Zugang der Erklärung nach Absatz 1 beim Versicherungsnehmer leistungsfrei.

(Quelle: https://dejure.org/gesetze/VVG/174.html)

Bei der Leistungsfreiheit geht es also darum, unter welchen Bedingungen eine Versicherung von der Leistung gegenüber ihren Kunden freigestellt wird. Weiterlesen