In Bonn vielleicht schon. Denn auch wenn sich Oberbürgermeister Deus gerne göttlich gibt: Beim Rückbau der Rad- und Busspuren entscheidet nicht der Himmel, sondern demnächst das Verwaltungsgericht der heiligen Stadt Köln. Der allgemeine deutsche Fahrrad Club ADFC und sechs Bürger klagen gegen die neue Verkehrsführung – aus Sorge, dass Radfahrer künftig zwischen Autos, Lastwagen und parkenden Fahrzeugen um ihr Leben beten müssen. (GA-Bonn)
Ob Deus am Ende das Wunder gelingt, die Autos schneller über die einspurige Kennedybrücke nach Beuel zu bringen, bleibt abzuwarten. Vielleicht holt das Gericht den genialen Verkehrsplaner auf den Boden der Tatsachen zurück. Es bleibt also nicht nur für Theologen interessant: Braucht göttliches Verwaltungshandlungen richterliche Kontrolle?
Doch Spaß beiseite, man soll nicht auf Basis von Namen Witze machen. Deus hat es sicherlich nicht leicht, aber was mich ärgert, ist, dass durch dieses systematische Vorgehen nicht nur den Radfahrern das Leben schwer gemacht wird. Auch der öffentliche Nahverkehr wird ausgebremst, obwohl dieser dringend gebraucht wird, nachdem die Nordbrücke für fünf bis zehn Jahre gesperrt bleiben muss.
