Kann man Bild-KI austricksen, wenn Personen erkannt werden sollen?

Immer häufiger kommen Werkzeuge der künstlichen Intelligenz (sogenannte Bild-KI) bei der Personen- und Situations-Erkennung zum Einsatz. So könnte man an sozialen Brennpunkten, wo man häufig mit strafbaren Handlungen rechnen kann, gezielt KI-Systeme einsetzen, um Personen zu erkennen und diese dann mit Datenbanken abgleichen. Das gefällt nicht jedem und wenn ich mir vorstelle, dass ich bei einem Berlin-Besuch am Bahnhof Kottbusser Tor aussteige, dann will ich nicht unbedingt in einer Datenbank landen, wo auch Jahre später noch ablesbar wäre, dass ich dort war und was ich so ungefähr getan habe.

Natürlich ist in Deutschland sowas nicht geplant und wäre auch rechtswidrig, aber es ist ja nicht auszuschließen, dass vor oder nach 2033 andere politische Verhältnisse vorliegen können als gegenwärtig.

Eine gute Idee wird ausprobiert

Deshalb ist es vielleicht ein gute Idee darüber nachzudenken, ob man nicht durch eine geeignete Kleidung verhindern kann, dass die Bild-KI-Systeme des Staates überhaupt erkennen, dass man sich als Person im öffentlichen Raum bewegt. Darüber berichtet am 24.8.2026 die Berliner TAZ bzw. die Berlinausgabe der TAZ bzw. Hanno Fleckenstein, vgl. den Screenshot aus der PDF-Ausgabe von diesem Datum.

taz-Berlin-Experiment-Personenerkennung

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Die verlinkte Online-Website zeigt ein etwas anderes Bild, würde aber bei meinem Experiment wahrscheinlich kein anderes Ergebnis bringen. Weiterlesen

Ab sofort: KI-Inhalte müssen gekennzeichnet werden, wenn …

… man sie öffentlich macht und dies als mit einem „beruflichen“ Interesse eingeordnet werden kann. Sie verstehen nur Bahnhof, dann lesen Sie weiter und erleben Sie einen ersten Einstieg in die wunderbare Welt des Online-Medien-Rechts. Ich bin kein Jurist, daher kann ich darf ich hier auch keine rechtlichen relevanten Tipps geben, aber als Mensch und Bewohner in einem Gebiet, wo Artikel 3.3 der Grundgesetzes gilt, sag ich mal hier meine Meinung.

Einige Meinungen von mir zur neuen EU-Regelung, dass KI-Inhalte gekennzeichnet werden müssen

Die geschieht mit den allseits beliebten Frage-und-Antwort-Vorgehen, also hier Frage und Antwort für alle, die Inhalte veröffentlichen und das sind letztlich alle, die Online-Schreiben oder Online-Platzieren von Text oder Bild so viele erreichen, dass sie nicht mehr ganz genau wissen können, wer das ist, den sie erreicht haben. Der folgende Text ist stark von KI beeinflusst, insbesondere das vertrauliche Du ist sonst nicht so meine Art hier beim Bloggen, aber ich lass das mal hier so stehen.

Kennzeichnung von KI-Inhalten: Was ändert sich für Blogger, Nutzer und Autoren?

Frage: Was ändert sich für Leute, die heute Bilder, Fotos oder Texte veröffentlichen?

Antwort: Die wichtigste Änderung ist nicht, dass alles verboten wäre, sondern dass Inhalte, die mit Hilfe von KI erstellt oder verändert wurden, in bestimmten Fällen transparent gekennzeichnet werden sollen. Mehr dazu in den EU-Leitlinien zu Transparenzpflichten für KI-generierte Inhalte.

Frage: Gilt das auch für private Menschen, die einfach nur gelegentlich posten?

Antwort: In der Regel nicht in jedem Fall. Entscheidend ist oft, ob der Inhalt rein persönlich ist oder ob er in einen öffentlichen, beruflichen oder journalistischen Zusammenhang fällt. Eine gute Übersicht bietet der Artikel-50-Überblick des EU AI Act Service Desk.

Frage: Was ist mit einem Blog oder einer eigenen Webseite?

Antwort: Ein Blog ist ein Grenzfall, weil er zwar oft persönlich ist, aber trotzdem öffentlich sichtbar. Wenn du dort KI einsetzt, kann es sinnvoll sein, dies transparent zu machen. Die Artikel-50-Übersicht beschreibt, wann KI-generierter Text offengelegt werden muss.

Frage: Was ist mit Fotos oder Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist die Lage oft noch sensibler, weil visuelle Inhalte leicht als echt wahrgenommen werden. Wenn ein Bild mit KI erzeugt, bearbeitet oder stark verändert wurde, sollte das möglichst direkt beim Bild kenntlich gemacht werden. Die Regeln dazu stehen auch in den Quick Facts zu Transparenzregeln für KI-Systeme.

Frage: Muss ich Angst haben, wenn ich KI nutze?

Antwort: Nein, Angst ist nicht der richtige Ansatzpunkt. Es geht vor allem um Transparenz. Wer offen damit umgeht, dass KI geholfen hat, liegt meist auf der sicheren Seite. Die Regeln gelten ab sofort, also sollte sich jeder und jede jetzt Gedanken machen, wenn er oder sie etwas veröffentlichen.

Frage: Wie sieht es mit privaten E-Mails und privaten WhatsApp-Nachrichten aus?

Antwort: Private E-Mails und private WhatsApp-Nachrichten fallen in der Regel unter den persönlichen Bereich und sind normalerweise nicht wie eine Veröffentlichung zu behandeln. Die Transparenzpflichten im EU AI Act zielen vor allem auf Fälle, in denen KI-Inhalte öffentlich verbreitet werden oder Menschen direkt mit einem KI-System interagieren.

Frage: Und wie ist es mit WhatsApp-Statusmeldungen?

Antwort: Ein WhatsApp-Status ist technisch eine Veröffentlichung an einen begrenzten Kreis von Kontakten. Rechtlich spricht aber viel dafür, dass private Statusmeldungen eher dem persönlichen Bereich zuzuordnen sind. Bei öffentlich oder beruflich wirkenden Inhalten kann eine Kennzeichnung dagegen sinnvoll sein. Wer allerdings nicht mehr überschaut, wer alles dieses Statusmeldungen liest oder lesen kann, der ist auf dem besten Weg zur Veröffentlichung und muss sich überlegen, ob er die Kennzeichnung anbringt. Außerdem sollte man bedenken, dass WhatsApp Statusmeldungen über Screenshots gespeichert, weiterverarbeitet und geteilt werden können. Da ist man schnell auf dem Weg in die Veröffentlichung, wobei natürlich der Verantwortliche sich auch ändert kann.

Frage: Gibt es dafür eine Faustregel?

Antwort: Ja: Private Nachricht = meist keine Kennzeichnung. Status oder Post mit öffentlicher Wirkung = eher prüfen, ob ein Transparenzhinweis sinnvoll ist. Je stärker ein Inhalt öffentlich, werblich oder journalistisch wirkt, desto eher sollte man ihn kennzeichnen. Wenn ich im privaten Kreis ein Foto hochhalte und das sehen dann 5 Leute, die ich kenne, dann ist das privat. Zeige ich dagegen das Foto einer Gruppe von Menschen, z.B. als Vortragender auf einer Konferenz, dann ist das eher öffentlich. Hier ist auch zu beachten, dass solche Fotos (oder auch Texte) gerne fotografiert werden, damit ist dann der Weg in die Öffentlichkeit gebahnt, z.B. durch Facebook oder andere sogenannte „soziale Netzwerke“.

Frage: Wie relevant ist es, ob ich einen Text oder ein Bild mit KI modifiziere oder komplett erstellen lasse?

Antwort: Es ist relevant, aber nicht immer auf die gleiche Weise. Bei Texten und Bildern kommt es vor allem darauf an, wie stark die KI den Inhalt geprägt hat und ob der Inhalt nach außen wie eine echte menschliche Aussage oder ein echtes Foto wirkt. Die EU-Regeln unterscheiden dabei zwischen bloßer Unterstützung und einer wesentlich KI-geprägten Erstellung oder Veränderung.

Frage: Macht es einen Unterschied, ob ich nur etwas verbessern lasse oder alles von der KI machen lasse?

Antwort: Ja, dieser Unterschied kann wichtig sein. Wenn du einen eigenen Text nur von der KI korrigieren oder glätten lässt, ist das etwas anderes, als wenn die KI den ganzen Inhalt erzeugt. Je stärker die KI den Kern des Inhalts bestimmt, desto eher wird eine Kennzeichnung sinnvoll oder nötig.

Frage: Und wie ist das bei Bildern?

Antwort: Bei Bildern ist der Unterschied oft noch deutlicher, weil sie schnell als echt wahrgenommen werden. Ein vollständig KI-erzeugtes oder stark bearbeitetes Bild kann täuschender wirken als ein nur leicht angepasstes Foto. Genau deshalb sind bei Bildern die Transparenzanforderungen besonders wichtig.

Nicht jeder kleine KI-Einsatz wird gleich behandelt. Ein leichter sprachlicher Feinschliff durch KI ist etwas anderes als ein vollständig generierter Artikel oder ein täuschend echtes KI-Bild. Die praktische Frage lautet deshalb meist: Wie stark hat KI den Inhalt tatsächlich geformt?

Frage: Wie wichtig ist der Prompt, beziehungsweise die Abfolge der Prompts?

Antwort: Der Prompt ist sehr wichtig, weil er die Richtung, den Stil und die Qualität der Antwort stark beeinflusst. Bei mehreren Schritten zählt nicht nur die letzte Frage, sondern auch der gesamte Vorlauf, weil die KI den bisherigen Kontext mitverarbeitet. Gute Prompt-Strukturen und klarer Kontext verbessern die Ausgabe deutlich. Mehr dazu auch in Erklärungen zu Prompts und Prompting sowie zu Prompt Engineering.

Frage: Wenn ich über 22 Schritte hinweg mit der KI diskutiere, zählt dann nur das letzte Ergebnis?

Antwort: Nein, normalerweise nicht. Das Ergebnis entsteht aus dem ganzen Verlauf, also aus Rückfragen, Korrekturen, Beispielen und Nachbesserungen. Deshalb ist ein langer Dialog oft eher ein gemeinsames Arbeitsergebnis als eine einzelne KI-Antwort.

Frage: Kann man dann überhaupt noch angemessen bestimmen, wie viel KI im Ergebnis steckt?

Antwort: Nur sehr grob. Wenn du viele Teile selbst auswählst, umstellst, kürzt und redigierst, wird der Anteil deiner eigenen Leistung größer, auch wenn die KI viel Rohmaterial geliefert hat. Bei so einem Prozess ist ein exakter Prozentwert meistens künstlich und kaum sinnvoll.

Frage: Was ist für die Einordnung wichtiger als ein Prozentwert?

Antwort: Entscheidend ist meist, ob die KI den Kern des Inhalts geprägt hat oder nur als Hilfsmittel diente. Je stärker du selbst auswählst, ordnest und bearbeitest, desto eher ist das Ergebnis ein Mischprodukt aus eigener Arbeit und KI-Unterstützung. Die Frage ist also eher: Wie stark hat die KI den Inhalt geformt?

Wenn Bilder fehlen: Wie generative KI den Nachrichtenjournalismus verändert

So sollte man es nicht machen.

So sollte man es nicht machen.

Es ist ein vertrautes Problem im tagesaktuellen Journalismus: Eine wichtige Meldung kommt rein, vielleicht sogar mit lokal hoher Relevanz – aber passendes Bildmaterial fehlt. Fotografen sind nicht vor Ort, Agenturen liefern verzögert, und das eigene Archiv gibt nichts her.

Ein Beispiel: „Die marode Bonner Rheinbrücke wird bis auf Weiteres vollständig für den Verkehr gesperrt.“ Eine relevante Nachricht, die unmittelbare Auswirkungen hat – aber ohne Bild bleibt sie abstrakt. Z.B. bei dem sehr guten Artikel vom Focus: https://www.focus.de/panorama/welt/ab-15-uhr-bonner-nordbruecke-wird-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt_3d3f8e57-bbb3-4629-857c-d82817522a59.html sieht man zwar viele Bilder, aber nichts aktuelles und nichts spezifisches.

Genau an dieser Stelle kommt generative KI (Bildgenierung) ins Spiel. Weiterlesen

Bild KI: Person, Situation und Kleidung frei kombinieren

Ein Schritt-für-Schritt-Guide für kostenlose KI-Foto-Generierung

Du hast drei Fotos: eine Person, eine Situation und ein Outfit. Jetzt möchtest du die Person aus Bild 1 in der Situation aus Bild 2 mit der Kleidung aus Bild 3 sehen. Klingt kompliziert? Mit Google Flow https://labs.google/fx/de/tools/flow und Nano Banana 2 ist das schnell erledigt – und das komplett kostenlos.

Was du brauchst

Voraussetzung Details
Google-Konto Kostenlos, keine Zahlungsinformationen nötig
3 Referenzfotos Format egal (quadratisch, hochkant, liegend)
Browser Chrome, Firefox, Safari – nichts Spezielles
Zeit Ca. 5–10 Minuten für erste Ergebnisse

Google Flow ist aktuell weitgehend unbegrenzt nutzbar. Kostenlose Nutzer erhalten tägliche Credits – das reicht für dutzende Bilder generierungen. Weiterlesen

Generative Bild-KI mit Nano Banana: Revolution der Bildbearbeitung?

Mit nano banana erzeugt und modifiziert

Mit nano banana erzeugt und modifiziert

Die sogenannte digitale Welt diskutiert aktuell ein Thema, das sprichwörtlich neue Bilder im Kopf entstehen lässt: Mit „Nano Banana“ geht eine neue Generation generativer Bild-KIs an den Start, die die Art der Bildbearbeitung und der visuellen Kommunikation grundlegend verändern könnte. Google DeepMind präsentiert mit Nano Banana (offiziell „Gemini 2.5 Flash Image“) einen Bildeditor, der nicht nur Bilder generieren, sondern ziemlich gut bestehende Fotos modifizieren, das heißt, verändern kann – und dies auf einem Niveau, das bislang scheinbar nur mit aufwendigen Experten-Workflows und teurer Spezialsoftware möglich war. So sieht man es wenigstens bei Heise ...


Was ist generative Bild-KI eigentlich – und warum ist das so wichtig?

Generative Bild-KI ist die Kombination aus „Bilder schaffen“ (generieren) und „Bilder verändern“ (modifizieren): Nutzer geben einen sogenannten Prompt, also eine Aufforderung vor – zum Beispiel ein Stimmungsbild oder eine konkrete Anweisung – und die KI erstellt daraus entweder ein komplett neues Bild oder manipuliert ein existierendes Motiv gezielt nach Wunsch.
Frühere Bildgeneratoren erzeugten zwar schon spektakuläre Ergebnisse, doch die Bearbeitung bestehender Fotos geriet oft ins Surreale. Mit Nano Banana ist die Verschmelzung beider Ansätze gelungen: Figuren, Outfits, Hintergründe, ja sogar Licht und Schatten werden so angepasst, dass die Motive ihren Charakter behalten – selbst nach mehreren Bearbeitungsdurchgängen.


Nano Banana: Warum hat dieses Tool im Moment die Nase vorn?

Das neue Modell von Google wird direkt aus der Gemini-App angesteuert und setzt in Sachen Fotorealismus, Konsistenz und Geschwindigkeit neue Maßstäbe. Nano Banana bietet unter anderem:

  • Prompt-basierte Generierung und Bearbeitung: Du kannst neue Bilder schaffen oder vorhandene realistisch verändern, fast ganz ohne Expertenwissen, die solltest aber wissen, was im Bild geändert werden soll. Es ist also hilfreich Fachbegriffe wie z.B. „golden hour“ zu kennen, aber es geht auch ohne, wenn man sich präzise ausdrücken kann.

  • Iteratives Multi-Turn-Editing: Mehrstufige Bearbeitungen sind möglich, ohne dass Gesichter oder Objekte allzu unnatürlich mutieren. Man arbeitet also Schritt für Schritt und ändert Outfit oder Umgebung von Personen auf den Bildern ab, ohne das die Personen allzu stark anders aussehen. Man darf es aber nicht übertreiben, mit jedem Bearbeitungsschritt, wird das Hauptmotiv etwas unschärfer.

  • Vielfältige Anwendungsfälle: Bewerbungsfotos, Produktvisualisierungen, virtuelle Outfit-Tests, Marketingentwürfe – alles innerhalb weniger Minuten umsetzbar, wenn auch nicht direkt verwendbar. Ich würde deshalb nicht von perfekt sprechen, denn es klappt besser als erwartbar und da man jederzeit mit einem neuen Prompt und guten Ausgangsbildern loslegen kann, ist das Unschärfe-Problem bei allzu vielen Iterationen händelbar.

Nano Banana ist kostenlos für Nutzer von Gemini verfügbar und arbeitet, wie vom Verbraucherschutz gefordert, mit sichtbaren wie unsichtbaren Wasserzeichen, um KI-erzeugte Bilder als solche auszuweisen.


Neue Chancen und damit Demokratisierung der Bildbearbeitung?

Was ehemals Designagenturen und Photoshop-Experten vorbehalten war, liegt jetzt als Power-Tool in der Hand von „jedermann und jeder Frau“:

  • Einfachheit ersetzt komplexe Software – es braucht weder Vorwissen noch Einarbeitung in Profi-Programme, um sofort loslegen zu können. Gut ist derjenige oder diejenige, die mit gutem Deutsch oder Englisch genau sagen können, was sie wollen, was nicht unbedingt dieselben sind, die gut mit Fachbegriffen der Bildbearbeitung hantieren können. Wenn du den folgenden Prompt auf ein passendes Bild anwenden lässt, dann wird Nano Banana versuchen, dass auch umzusetzen.

Ersetze das Bild der Frau auf der Hauswand, setze in die Mitte der Hauswand den Text „Ferrari Schrottplatz“ in einer 20er-Jahre Schrift, mit Neoneffekt , sodass es realistisch in die Szene passt. Außerdem soll es Nacht sein.

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