Wenn Bilder fehlen: Wie generative KI den Nachrichtenjournalismus verändert

So sollte man es nicht machen.

So sollte man es nicht machen.

Es ist ein vertrautes Problem im tagesaktuellen Journalismus: Eine wichtige Meldung kommt rein, vielleicht sogar mit lokal hoher Relevanz – aber passendes Bildmaterial fehlt. Fotografen sind nicht vor Ort, Agenturen liefern verzögert, und das eigene Archiv gibt nichts her.

Ein Beispiel: „Die marode Bonner Rheinbrücke wird bis auf Weiteres vollständig für den Verkehr gesperrt.“ Eine relevante Nachricht, die unmittelbare Auswirkungen hat – aber ohne Bild bleibt sie abstrakt. Z.B. bei dem sehr guten Artikel vom Focus: https://www.focus.de/panorama/welt/ab-15-uhr-bonner-nordbruecke-wird-bis-auf-weiteres-voll-gesperrt_3d3f8e57-bbb3-4629-857c-d82817522a59.html sieht man zwar viele Bilder, aber nichts aktuelles und nichts spezifisches.

Genau an dieser Stelle kommt generative KI (Bildgenierung) ins Spiel. Weiterlesen

KI richtig nutzen: Stephan Wiesners Prompt-Formel verstehen und einordnen

KI-Bildgenerierung funktioniert genauso schlecht wie KI-Textgenerierung, wenn man dem KI-Werkzeug zu ungenaue Vorgaben mache. Das ist scheinbar eine triviale Erkenntnis, aber wie macht man nun die genauen Vorgaben so, dass man ein einigermaßen berechenbares Ergebnis bekommt? Stephan Wiesner erklärt in einem kurzen Video, worauf man zu achten hat. Selten habe ich in so kurzer Zeit, so prägnant beschrieben bekommen, worauf es bei einem guten Prompt ankommt. Deshalb lohnt sich das Video und diese einordnende Zusammenfassung, wenn man in Zukunft mehr gute Ergebnisse bekommen möchte.

Stephan Wiesner verspricht in seinem Video nicht weniger als einen Kompetenzsprung: Wer seine Methode versteht, soll „besser als 90 % der User“ mit KI arbeiten können. Das sind eine steile These – Weiterlesen

Socialbar Bonn 1.6.2026: Veranstaltung zur Datenschutzszene Bonn

Socialbar Bonn Juni 2026

Socialbar Bonn Juni 2026

Die Socialbar Bonn führt ungefähr alle 2 Monate eine interessante und kostenlose Abendveranstaltung durch, am 1.6.2026 sollte es um die „Datensschutzszene in Bonn“ gehen. Wer nach der Veranstaltung bei Google recherchiert, bekommt eine durchaus zutreffende Antwort von der Google-KI Gemini. 

Am Montag, 1. Juni 2026, fand die 81. Socialbar Bonn zum Thema „Datenschutzszene in Bonn“ statt. Das etablierte Netzwerktreffen bot praxisnahe Vorträge sowie Raum zum Austausch für die lokale Szene.

Details zur Veranstaltung

  • Ort: Engagement Global, Friedrich-Ebert-Allee 40, 53113 Bonn
  • Uhrzeit: 18:30 Uhr bis ca. 21:00 Uhr (Einlass ab 18:00 Uhr)
  • Kosten: Eintritt frei

Key-Vorträge & Themen

  • Datenschutzkonforme Altersprüfungen im Netz – Aline Sylla (Bundesbeauftragte für den Datenschutz).
  • Datenschutz in der Kirche – Felix Neumann
  • Datenschutz ist Menschenrecht – Einblicke in die Arbeit der Deutschen Vereinigung für Datenschutz (DVD) durch Reinhard Linz und Achim Klabunde.

Die Socialbar Bonn vernetzt regelmäßig Akteure aus Zivilgesellschaft, Forschung und Praxis. Weitere Informationen und zukünftige Termine finden Sie direkt auf der offiziellen Seite der Socialbar Bonn. Zitatende Google

Ich weiß, dass Gemini recht hat, weil ich selbst vor Ort war. Weiterlesen

Bob Blumes „Schule im AI-Slop“ – visionärer Anspruch oder didaktischer Schweinsgalopp?

Ausriss verlinktes YouTube-Video

Ausriss verlinktes YouTube-Video

Am Abend des 19. Mai 2026 um 18:45 Uhr verwandelte sich die Stage 3 der re:publica in ein pädagogisches Laboratorium. Unter dem provokanten Titel „Schule im AI-Slop“ trat Bob Blume – Autor, „Blogger des Jahres“ und mittlerweile Promovierender an der JKU Linz – an, um die digitale Transformation des Bildungswesens zu sezieren. Der Begriff „Slop“ (Slop steht für „KI-generierter Müll“) diente hier als scharfe Metapher für eine Schule, die im Begriff ist, in der Belanglosigkeit automatisierter Inhalte zu versinken. Blume versuchte, die Rolle des kritischen Aufklärers einzunehmen, wobei allerdings der Rahmen ein strukturelles Paradoxon offenbarte: Während er leidenschaftlich für „digitale Souveränität“ und tiefgründige Reflexion plädierte, erforderte das 30-minütige Kurz-Vortragsformat für seine Argumentation eine Geschwindigkeit, die den eigenen Anspruch an Tiefenschärfe fast zwangsläufig unterlaufen musste. Diese Diskrepanz zwischen dem Plädoyer für Entschleunigung und dem tatsächlichen „Schweinsgalopp“ der Performance ist ein Ausgangspunkt meiner kritischen Überlegungen zu einem Vortrag, der mir durchaus gut gefallen haben könnte.

Anmerkung zum Video: Die 3. – 5. Minute kann man überspringen, hier wartet man nur auf das Ende des Experiments.

Blume plante trotz erkennbarer Zeitnot ein gewagten Manöver: Er sprach nicht nur über Unterricht, sondern versuchte, die gesamte Session als performative Unterrichtsstunde zu maskieren.

Das performative Experiment: Didaktik im Schnelldurchlauf

Diese methodisch-didaktische Inszenierung war kein Zufall, sondern ein strategischer Versuch, die eigene Glaubwürdigkeit als Praktiker vor einem fachlich kompetenten und freundlich gesonnenen Publikum zu einem Experiment zu nutzen. Weiterlesen