Nachdem Christoph Kucklick verdeutlicht hat, dass herkömmliche Vorstellungen von Menschsein (Rationalität, Wissen um Zusammenhänge) nicht mehr tragfähig in einer granularen Gesellschaft sein können, wo Computer fast alles besser und schneller können, fragt er sich, wie denn ein zukünftiges Menschenbild aussehen könnte, mit dem wir unsere Einzigartigkeit sichern. Wie sieht dieses Bild aus und wie tragfähig sind die hiermit verknüpften Hoffnungen? Weiterlesen
Autor: Rainer Meyer
Kontroll-Revolution: Wir werden vorhersagbar, weil wir uns vorhersagbar machen?
Neben der Differenz-Revolution und der Intelligenz-Revolution gibt es in Christoph Kucklicks Buch zur granularen Gesellschaft noch die Kontroll-Revolution als Ergebnis von Big Data. Kontrolle funktioniert aber nicht ohne die Mitarbeit der Kontrollierten. Wenn wir uns Menschen nicht vorhersagbar machen, dann werden wir nicht vorhersagbar sein.
Kucklick beginnt für die Beschreibung und Erklärung seiner dritten Revolution hin zur granularen Gesellschaft mit einer Erkenntnis, die auch schon das Volkszählungsurteil des Bundesverfassungsgerichts von 1983 prägte: Personenbezogene Daten können nicht wirksam anonymisiert werden, wenn man viele unterschiedliche Datenpunkte über die Personen gespeichert hat. Weiterlesen
Intelligenz-Revolution: Nutzen und Kosten der künstlichen Intelligenz
Im Rahmen des Themas Big Data ist der Weg nicht weit, um sich mit künstlicher Intelligenz zu befassen. Dies gilt auch für das hier verlinkte Buch von Christoph Kucklick. Ein Problem mit der künstlichen Intelligenz ist, dass es bisher noch niemandem gelungen ist, die natürliche Intelligenz zu definieren. Das ist auch Kucklick bekannt und daher tut er sich auch schwer, mit dem Begriff Intelligenz umzugehen. Weiterlesen
Differenz-Revolution: Vom Individuum zum Singularium
Christoph Kucklick hat mit seinem Buchtitel zur granularen Gesellschaft (hier auf Amazon verlinkt) deutlich zu machen versucht, wie „Big Data“ Wirtschaft und Gesellschaft verändern kann. Im Anschluss an die Skizzierung der granularen Gesellschaft wird im ersten Kapitel der Trend der Differenz-Revolution genauer ausgeführt. Das Vorgehen von Kucklick ist hier (wie auch bei weiteren Kapiteln) stets sehr ähnlich. Ausgehend von mehr oder weniger spektakulären Einzel-Beispielen wird recht schnell zu sehr allgemeinen Schlüssen übergegangen. Weiterlesen
Granularität: Das Ende der Gleichheit?
„Big Data“, der umfassende Trend von Wirtschaft und Gesellschaft, um mit großen Datenmengen zu neuen Handlungsperspektiven zu kommen, hat den Autor Christoph Kucklick motiviert, ein neues Ende einer globalen Idee zu erkennen. Nach dem Ende der Theorie, dem Ende des Zufalls und dem Ende der Stichprobe ist es nun das Ende des Durchschnitts, den Christoph Kucklick am Horizont heraufziehen sieht. Kucklick hat im hier verlinkten Buch zur Verdeutlichung diesen neuen Endes nicht nur einen passenden Gesellschaftsbegriff entwickelt (granulare Gesellschaft), er möchte auch Perspektiven aufzeigen, wie wir Menschen in einer solchen feinaufgelösten Gesellschaft unsere Einzigartigkeit bewahren können. Doch wie stimmig ist dieses Gesellschaftsmodell und wie hilfreich sind Kucklick Überlebensperspektiven? Weiterlesen
Frauke Petry (AFD), Schusswaffengebrauch und Ultima Ratio
Verschiedene Online-Medien spekulieren heute am 2.2.2016 darüber, ob Frauke Petry bald nicht mehr Chefin der „Alternative für Deutschland“ (AfD) sein wird. Sollte es früher oder später tatsächlich zum Ausschluss, zur Abwahl oder zum selbstgewählten Rücktritt kommen, dann wird es die Frage nach dem Schuldigen geben. Als Verdächtige kommen die etablierten Medien, die großen Parteien, Rivalen aus der AfD und Frau Dr. Petry selbst in Frage. Möglicherweise ist es aber so, dass nur alle gemeinsam dieses bemerkenswerte Ergebnis schaffen können. Weiterlesen
Angela Merkel und der hässliche Deutsche
Angela Merkel sackt mit ihren Zustimmungswerten bei den deutschen Wählern ab, die Leitmedien der Deutschen spekulieren über ihre Absetzung. Viele Journalisten, Internetkommentar-Schreiber und noch mehr Wähler stehen eher auf Leute wie die Weinkönigin Julia Klöckner oder den bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer. Erstere möchte an den Grenzen Lager errichten, um dort Flüchtlinge und Immigranten besser verwalten zu können; letzterer fordert seit Monaten eine Begrenzung der Zuwanderung, ohne sagen zu können, wie diese durchzusetzen wäre. Wenn ich mich aber bei meinen linken Freunden umhöre, dann haben diese nur gute Worte für unsere Angela. Auch die Flüchtlinge, die Dank Angela Merkels beherztem Auftreten („Wir schaffen das!“) ihren Kriegs- und Elendsgebieten entfliehen konnten, sind voll des Lobes für die „mächtigste Frau der Welt“. Wie ist dieser Widerspruch zu erklären? Weiterlesen
Grundeinkommen für den Telekom-Chef oder den dm-Gründer?

Platz 1 bei Google für Drogeriemarkt
Gegenwärtig ist der Gründer eines großen Drogeriemarks nicht mit den besten Meldungen in den Medien vertreten. Auch der Chef der Telekom hatte vor Kurzen ein eher zurückhaltendes Echo, als er mit dem bedingungslosem Grundeinkommen soziale Wohltaten für alle einforderte. Warum ist es für rücksichtslose Wirtschaftsführer so attraktiv, extrem teure und radikale Social-Maßnahmen zu propagieren? Weiterlesen
Sinnsuche im Kino: Hape Kerkeling diesmal gescheitert?
Hape Kerkeling pilgerte 2001 den Jakobsweg und entschloss sich fünf Jahre später aus seiner halbwegs erfolgreichen Sinnsuche ein Buch zu machen (siehe Amazon-Link). Weitere 10 Jahre darauf hat die Hape-Sinnsuche nun den Weg in die Kinos gefunden, doch nicht nur ein Hamburger Nachrichtenmagazin meint, dass sich diese Sinnsuche eines Recklinghauseners nicht ins Bewegtbildformat abgebildet hat. Weiterlesen
Unwort wird Unwort des Jahres 2016
Ergänzung 14.1.2016 (direkt hinter Weiterlesen)
Gerade eben eine Pressemeldung gelesen: Gutmensch ist Unwort des Jahres. Das wird wohl eine Falschmeldung sein, denn erstmals seit vielen Jahren wäre damit ein ironisch gemeintes Wort zum Unwort des Jahres gewählt worden. Möglicherweise wird die Reaktion der Öffentlichkeit auf Gutmensch als Unwort wenig positive Resonanz hervorrufen. Im Extremfall kann diese Fehlentscheidung für Gutmensch dazu führen, dass die entsprechende Institution sich schließlich nächstes Jahr auflösen wird. Nicht ohne vorher noch Unwort zum Unwort des Jahres zu küren. Allerdings ist so viel Ironie von der sprachkritischen Aktion Unwort des Jahres wohl kaum zu erwarten. Weiterlesen